Schweizer Nationalmanschaft: Müllers Wettlauf mit der Zeit hat begonnen
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Schweizer NationalmanschaftMüllers Wettlauf mit der Zeit hat begonnen

Patrick Müller (31) gefällts in Monaco. Dem Verteidiger fehlt allerdings noch etwas zum ganz grossen Glück.

von
Andy Huber

«Das Wetter ist super, die Aussicht prächtig», teilte Müller gestern aus Monaco mit. Der Genfer sass auf der schmucken Terrasse seiner grossräumigen Dreizimmer-Wohnung im Nobelquartier Monte Carlo und genoss den freien Nachmittag. «Mir gehts prächtig», sagte er. Der Umzug ins neue Heim ist endlich abgeschlossen. Töchterchen Norah (4 1/2) durfte gestern ihren ersten Schultag im Fürstentum absolvieren und für Sohn Dan (2 1/2) steht ein Krippenplatz in Aussicht – privates Glück ist dem Familienmenschen Müller wich­tiger als alles andere.

Und dass ihm Ottmar Hitzfelds Assistenztrainer Michel Pont jüngst am Telefon ein provisorisches Aufgebot für die Partien gegen Lettland (11. Oktober) und Griechenland (15. Oktober) übermittelte, trübte seine gute Laune natürlich nicht. Nur, wie schon vor der EM, als Müller aus Lyon flüchtete, um gegen die Slowakei den vom damaligen Naticoach Köbi Kuhn geforderten Ernst­einsatz gegen die Slowakei zu bestreiten, droht ihm für die beiden anstehenden WM-Quali-Spiele wieder die Zeit davonzulaufen – der 81-fache Internationale ist bei Monaco-Trainer Ricardo nur zweite Wahl und muss somit immer noch auf sein Debüt warten. «Es wird knapp für die Nati», sagt Müller, der umso mehr auf einen Einsatz am Sonntag gegen St.  Etienne hofft. «Aber es kommt schon alles gut.» Der Grund für seinen Optimismus? «Ich bin wieder topfit und trainiere gut. Zudem ist Trainer Ricardo ein intelligenter Mann», sagte Müller, ganz seinem sonnigen Gemüt entsprechend.

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