Finanzkrise: Münchener Rück mit Börsentaucher
Aktualisiert

FinanzkriseMünchener Rück mit Börsentaucher

Die Turbulenzen an den Börsen haben die Münchener Rück nun doch mit voller Wucht erfasst. Der weltweit hinter Swiss Re zweitgrösste Rückversicherer senkte heute überraschend seine Gewinnprognose für 2008. Das liess die Aktien des Konzerns um knapp neun Prozent einbrechen.

Die Münchner rechnen im laufenden Jahr nur noch mit einem Gewinn von «deutlich» mehr als 2 Mrd. Euro (3,24 Mia. Franken), bisher waren 3,0 bis 3,4 Milliarden angepeilt worden. 2007 hatte die Münchener Rück - begünstigt von Sondereffekten - einen Rekordgewinn von 3,9 Milliarden Euro eingefahren.

Im zweiten Quartal fiel der Überschuss den vorläufigen Zahlen zufolge auf rund 600 Mio. (Vorjahr 1,16 Mrd.) Euro. Im ersten Halbjahr waren es rund 1,4 (2,1) Mrd. Euro. «Massgeblicher Grund hierfür sind die Turbulenzen an den Kapitalmärkten, die im ersten Halbjahr 2008 zu einem spürbaren Rückgang des Kapitalanlageergebnisses geführt haben», hiess es in einer Mitteilung von heute.

Die Münchener Rück ist mit Kapitalanlagen von 166 Mrd. Euro einer der grössten Investoren der Welt. Knapp sieben Prozent liegen in Aktien, die in erster Linie betroffen sind.

Weitere Abschreibungen auf Aktien schlossen die Münchner nicht aus. «Dies gilt nicht, wenn es zu der von einigen Marktteilnehmern erwarteten signifikanten Kurserholung kommen sollte.» Bislang war die Münchener Rück von der US-Hypothekenkrise und ihren heftigen Nachwehen an den Börsen kaum betroffen. Es wurden bis Ende März nur Abschreibungen von 171 Millionen Euro fällig. (sda)

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