Aktualisiert

Heldenhafte RettungMünster-Fährimaa rettete Suizid-Kandidat aus Rhein

Der Fährimaa der Münsterfähre hat am Donnerstag einen Mann aus dem Rhein gefischt, der sich offenbar das Leben nehmen wollte.

von
Jonas Hoskyn

Der Mann sprang kurz nach zehn Uhr vor den Augen entsetzter Passanten von der Wettsteinbrücke in den Rhein. «Offenbar wollte er sich umbringen», sagt Polizeisprecher Klaus Mannhart. Die Polizei löste sofort Rheinalarm aus und benachrichtigte alle im Einsatz stehenden Schiffe. «Den konnten wir allerdings schnell wieder abbrechen», so Mannhart. Denn glücklicherweise hatte die Münsterfähri Leu gerade zu dem Zeitpunkt vom Kleinbasler Ufer abgelegt, als der Mann gesprungen war.

Als die Fähre schon fast beim Münster angekommen war, erblickte Fährimaa Jacques Thurneysen plötzlich den Mann. «Am Anfang dachte ich, es sei ein Winterschwimmer», so der 58-Jährige. Doch dann habe er gemerkt, dass der Mann immer wieder unterging und nach Luft schnappte. Thurneysen drehte die Fähre und kriegte den Ertrinkenden zu fassen. Beim Rausziehen halfen ihm zwei deutsche Touristen, die trotz des schlechten Wetters eine Fährenfahrt machen wollten. «Normalerweise habe ich an einem solchen Tag nicht viele Gäste», so Thurneysen. Dann hätte er den Ertrinkenden wohl nicht gesehen: «Das war wirklich Schicksal.»

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