06.01.2016 05:42

Duell der Mundartriesen Müslüm oder Dodo – wer holt seinen ersten Stein?

Im Februar werden wieder Pflastersteine verliehen: Mit Dodo und Müslüm kämpfen zwei grosse Namen um ihren ersten Gewinn. Lo & Leduc sind nicht nominiert.

von
fim

Dodos «Hippie-Bus» und Müslüms «La Bambele» sind 2015 zu Instant-Kulturgut geworden. Songs, an denen niemand vorbei kam. Der Zürcher und der Berner sind mit ihren Ohrwürmern denn auch folgerichtig in der Kategorie Best Hit National für den Swiss Music Award nominiert. Für beide wäre es der erste Preis als Solokünstler.

Wer macht das Rennen im Kampf der Mundart-Riesen? Auf eine Prognose wollen sich beide nicht hinauswagen. Dodo sagt zu 20 Minuten lediglich, dass es eine grosse Ehre sei, dabei zu sein. Und: «Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich mit meinem Song vielen Leuten eine Freude machen konnte.» Müslüm sieht dem Abend auf seine Art entspannt entgegen: «Die Kunst macht mich, nicht ein Award.»

Auch die Kandidaten fürs beste Album sind bekannt

Wer auch gewinnt: 2016 wird Platz schaffen für neue Abräumer, nachdem bei der letztjährigen Ausgabe Lo & Leduc und James Gruntz die nationalen Kategorien dominiert hatten. Zumal sowohl Müslüm wie auch Dodo noch in anderen Sparten antreten dürften.

Neben Dodo und Müslüm ist auch der Zürcher Newcomer Nickless mit «Waiting» nominiert für den besten Schweizer Song. Er rechnet sich höchstens Aussenseiterchancen ein. «Ich versuche das realistisch zu sehen. Die beiden sind super Künstler.» Und er fügt an, dass er sich wohl noch einen neuen Anzug besorgen sollte für die Award-Show.

Baker und Lo & Leduc nicht dabei

Wer den Pflasterstein fürs beste Schweizer Album abholen kann, machen dieses Jahr Patent Ochsner, Beatrice Egli und 77 Bombay Street unter sich aus. International entscheidet es sich zwischen Adele, Muse und Unheilig.

Grosser Abwesender bei den ersten Nominiationen ist Dauergast Bastian Baker: weder bei den erfolgreichsten Singles noch den Alben ist er dabei. Auch keinen Stein mehr in die Höhen heben werden die Volksrapper Lo & Leduc, die mit ihrem Hit «Jung verdammt» ebenfalls sehr gut verkauft haben. Ihnen macht das Reglement einen Strich durch die Rechnung: «Ein Album sowie die daraus abgeleiteten Singles können grundsätzlich nur in einem Erhebungsjahr in die jeweiligen Shortlists aufgenommen respektive für die Endrunde nominiert werden.»

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