Füsse abgebrochen: Müssen Brunnenfiguren Kopien weichen?

Aktualisiert

Füsse abgebrochenMüssen Brunnenfiguren Kopien weichen?

Der Schützenbrunnen verlor bei der Demontage in der Marktgasse seine Füsse. Nun könnte er bald durch eine Kopie ersetzt werden.

von
Christoph Albrecht

Der Stadt Bern gehen die Original-Brunnenfiguren aus: Mit der zerstörten Obmann-Statue des Schützenbrunnens kommt zum wiederholten Mal eine historische Brunnenfigur zu Schaden und muss durch eine Kopie ersetzt werden.

Für Stapi Alexander Tschäppät ist es unverständlich, wie es bei der Marktgasse-Sanierung zu einem solchen Malheur kommen konnte: «Ein wertvolles und unersetzbares Kulturgut ist auf unnötige Art und Weise beschädigt worden», lässt Tschäppät aus seinen Sommerferien verlauten. Ihn rege vor allem auf, dass das Ganze offenbar aus einer Unachtsamkeit heraus passiert sei.

Kopien keine Option

Der aktuelle Fall wirft die Frage auf, ob die sechs verbleibenden Original-Brunnenfiguren im Museum nicht besser geschützt wären – bevor ihnen ein ähnliches Schicksal droht wie dem entbeinten Obmann des Schützenbrunnens. «Die Überlegung ist berechtigt», sagt Jean-Daniel Gross von der Berner Denkmalpflege. Die Stadt habe sich aber entschieden, sie an Ort und Stelle zu erhalten.

Wer letzlich für den Schaden der kaputten Schützenbrunnenfigur aufkommen muss, ist momentan noch unklar. «Die Schuldfrage wird derzeit geprüft», so Nina Susedka von den Berner Stadtbauten.

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