11.01.2016 21:31

Je mehr Kinder, desto besserMütter bleiben länger jung

Wenig Schlaf, viel Action: Kinder zu haben, ist anstrengend. Doch für Mütter zahlen sich die Mühen aus – dank eines positiven Effekts auf ihr biologisches Alter.

von
fee

Komme, was wolle: Der Kardashian-Clan hält zusammen. Wie sehr die einzelnen Familienmitglieder einander zugetan sind, kann man auf den diversen Social-Media-Seiten sehen. Auch Kris Jenner, die Mutter von Kim, Kylie, Kendall, Khloé, Kourtney und dem hierzulande weniger bekannten Rob, bildet da keine Ausnahme. Unter anderem auf Instagram zeigt sie, wie stolz sie auf ihren Nachwuchs ist.

Dass sie ihren sechs Zöglingen durchaus auch dankbar sein kann, lässt eine Studie von Forschern der kanadischen Simon Fraser University vermuten. Laut dieser hält Mutterschaft nämlich jung. Für die Studie bestimmten die Forscher die Telomere der Probandinnen – jene DNA-Bestandteile, die bei jeder Zellteilung kürzer werden und daher als Indiz für das biologische Alter eines Organismus gelten.

Viele Kinder, intaktere DNA

Das Team um Pablo Nepomnaschy hatte 75 Frauen aus dem Maya-Volk der Cakchiquel (Guatemala) über einen Zeitraum von 13 Jahren begleitet. Für die Studie bestimmten die Forscher die Länge der Telomere der Probandinnen.

13 Jahre später wiederholten sie die Prozedur und verglichen die erhobenen Daten. Dabei zeigte sich, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Kinderzahl und der Länge der Telomere gibt, wie die Forscher im Fachjournal «PLOS One» schreiben. Demnach beeinflusst die Anzahl an Töchtern und Söhnen, wie schnell eine Frau altert, wobei gilt: Je mehr Nachwuchs, desto stärker der positive Effekt.

Zwei Erklärungen sind denkbar

Das überrascht. Denn bisher gingen Forscher davon aus, dass das Kinderkriegen auf Kosten des biologischen Alters geht. Dies, weil alle Ressourcen, die dem Nachwuchs zugute kommen, der eigenen Instandhaltung fehlen.

Doch Nepomnaschy und seine Kollegen haben gleich zwei Erklärung für ihre Resultat parat: So könnte einerseits das Hormon Östrogen einen Einfluss haben, von dem während einer Schwangerschaft rund 200-mal mehr produziert wird und das die Telomere vor Alterung schützt. Andererseits könnte es auch daran liegen, dass in einigen Kulturen – wie in der der Cakchiquel – Mütter besondere Unterstützung erfahren. Was genau ausschlaggebend ist, sollen weitere Untersuchungen zeigen.

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