Menschenrechtsverletzungen: Multinationale Konzerne auf der Anklagebank
Aktualisiert

MenschenrechtsverletzungenMultinationale Konzerne auf der Anklagebank

Acht multinationale Konzerne mussten sich in Genf vor dem Permanenten Völkertribunal wegen Menschenrechtsverletzungen verantworten. Unter anderem der Rohstoffkonzern Glencore.

Unter anderen sollen Coca Cola, der Rohstoffkonzern Glencore und der Ölkonzern Shell Menschenrechtsverletzungen begangen haben.

Unter anderen sollen Coca Cola, der Rohstoffkonzern Glencore und der Ölkonzern Shell Menschenrechtsverletzungen begangen haben.

Die Jury, zu der auch der Genfer Soziologe Jean Ziegler gehört, hörte Klagen von Opfervertretern aus Ländern wie Brasilien, Nigeria, oder den Philippinen. Unter anderen Coca Cola, der Rohstoffkonzern Glencore und der Ölkonzern Shell sollen Menschenrechtsverletzungen begangen haben.

Während der letzten Woche der aktuellen Sitzungsperiode des UNO-Menschenrechtsrates lancierten verschiedene Nichtregierungsorganisationen eine Aktionswoche gegen die Straflosigkeit von multinationalen Unternehmen.

Abkommen mit multinationalen Konzernen

Sie unterstützen ein entsprechendes Resolutionsprojekt von Ecuador und Südafrika im UNO-Menschenrechtsrat. Die Industrieländer sind dagegen, 80 Entwicklungsländer unterstützen es hingegen. Das Projekt fordert eine Arbeitsgruppe, die ein Abkommen über multinationale Konzerne und Menschenrechte ausarbeiten soll. Die Abstimmung darüber findet Ende Woche statt.

Der italienische Anwalt, Schriftsteller und Senator Lelio Basso schuf 1979 das Permanente Völkertribunal. Das Tribunal will Opfern von Menschenrechtsverletzungen eine Stimme geben und ihnen ermöglichen, Wiedergutmachung zu fordern. (sda)

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