«Mundaun» - Dieses Schweizer Horror-Game sorgt international für Aufsehen
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Spiel des JahresDieses Schweizer Horror-Game sorgt international für Aufsehen

«Mundaun» ist skurril, gruselig, düster und das Schweizer Spiel des Jahres. Das One-Man-Studio Hidden Fields hat einen Horror-Thriller in den Schweizer Alpen entwickelt, der auch ausserhalb unserer Grenze beliebt ist.

von
Riccardo Castellano

Michel Ziegler (39) erzählt über seine Inspirationen zum Spiel am Launch-Tag von «Mundaun».

Video: P. Stirnemann/M. Kall

Darum gehts

  • «Mundaun» ist ein «Swiss Made» Horror-Game.

  • Es wurde zum Schweizer Spiel des Jahres gekürt.

  • Entwickelt wurde es von Michel Ziegler (39).

  • Das Game findet auch im Ausland viele Fans.

Die Industrie rund um Game-Entwicklung steckt hierzulande noch immer in den Kinderschuhen. Umso mehr ist es für Schweizer Studios eine Errungenschaft, auch international Erfolge vorzuweisen. «Mundaun» ist das Schweizer Spiel des Jahres und begeistert auch viele Fans im Ausland – mit gutem Grund.

Die Swiss Game Awards nominieren jährlich verschiedene Spiele der Schweizer Talente, sei es auf Smartphone, Konsole oder Computer. Dieses Jahr wurden gemeinsam mit der Zurich Game Show in einem Livestream die Gewinnerinnen und Gewinner verschiedener Kategorien bekannt gegeben. «Mundaun» holte sich den Titel «Best Entertainment Game». Auf Steam hat der Titel 95 Prozent positive Rezensionen – und das weltweit. Ein Indikator dafür, dass auch Schweizer Games die Massen begeistern können.

Eine One-Man-Show

Der Horror-Thriller ist in vielen Facetten speziell – angefangen beim Visuellen. Die handgezeichnete Welt und die Figuren schaffen eine düstere und gruselige Atmosphäre. «Der Mix aus Bleistiftzeichnungen und 3-D-Animationen ist eine einzigartige Kombination», sagt der Entwickler Michel Ziegler.

Launch-Trailer zu «Mundaun».

Hidden Fields

Der 39-Jährige hat das Game im Alleingang entwickelt, jeder Strich im Spiel stammt aus seiner Feder – oder besser gesagt, dem Bleistift. «Für das Sound-Design holte ich mir aber Hilfe von ausserhalb», sagt er. Speziell auch: Gesprochene Dialoge im Spiel sind Rätoromanisch. Ob die Sprache für Nicht-Schweizerinnen und -Schweizer gruseliger tönt, bleibt offen, passt jedoch ins Alpen-Setting, wo das Spiel seinen Lauf nimmt.

Sieben Jahre hat er in die Entwicklung investiert. Dafür erntet er viel Lob – auch im Ausland. «Darüber bin ich ziemlich erleichtert. Sobald man auf Steam ist, können negative Stimmen sehr schnell laut werden», so Ziegler.

Risiko ist gross

Über den Award freut sich Ziegler. Er hatte auf eine Nominierung gehofft und ist froh, dass er auch noch den grossen Preis abstauben konnte. Für die Zukunft wünscht er sich mehr Förderung für die Schweizer Game-Entwicklung, damit noch mehr grosse Projekte entstehen können.

«Das Risiko für Entwickler hierzulande ist einfach sehr hoch. Es braucht viel Geduld und finanzielle Reserven, ein Grund, weshalb ich Mundaun grösstenteils alleine entwickelt habe», sagt Ziegler. Löhne hätte er nicht zahlen können. Die Ausgangslage für neue Entwicklerinnen und Entwickler sei ebenfalls schwierig.

Trotzdem sei anzumerken, dass die Schweizer Studios viel Potenzial haben. Ziegler: «Es gibt so viele talentierte und gut ausgebildete Leute in dem Bereich. Jetzt braucht es nur noch die Wertschätzung der Politik.»

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