28.03.2019 03:50

Kultfigur

Murmi arbeitet hart für sein grosses TV-Comeback

Ruhig ist es geworden um die TV-Kultfigur Murmi. Nun kommt das orange Murmeltier zurück. Bald soll Murmi wieder am Bildschirm zu sehen sein.

von
gwa

Ausschnitte aus der Episode «Murmi und Geri gehen einkaufen». (Video: 20m/Murmitv)

«Murmi ist für mich eine Herzensangelegenheit», sagt Thomy Widmer, Erfinder des zotteligen Murmeltiers. Zu Spitzenzeiten waren Murmi und sein Begleiter Geri S. Gwonder, der von Widmer gespielt wird, auf 14 regionalen Fernsehsendern zu sehen.

«Bei der jüngeren Generation ist Murmi bekannter als Franz und René oder das ‹Spielhaus›», behauptet Widmer. Murmi und Geri waren überall, sei es auf Berggipfeln, in der Baarer Höllgrotte oder gar in Schweden und am Ballermann auf Mallorca. Fun Fact: Allein im Europapark wurden 18 Murmi-Folgen gedreht.

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Wer erinnert sich noch an die TV-Kultfigur Murmi?

Wer erinnert sich noch an die TV-Kultfigur Murmi?

Zusammen mit Geri S. Gwonder (Thomas Widmer) hat Murmi zahlreiche Abenteuer erlebt. Über 1000 Episoden der Kultsendung wurden produziert. Danach wurde es ruhig um Murmi.

Zusammen mit Geri S. Gwonder (Thomas Widmer) hat Murmi zahlreiche Abenteuer erlebt. Über 1000 Episoden der Kultsendung wurden produziert. Danach wurde es ruhig um Murmi.

Das Murmeltier mit dem zotteligen orangen Fell soll bald wieder im Fernsehen zu sehen sein.

Das Murmeltier mit dem zotteligen orangen Fell soll bald wieder im Fernsehen zu sehen sein.

Und auch über die Landesgrenzen hinaus kannte man Murmi: Bei einem Dreh für die Sendung an einem abgelegenen Ort im Kosovo seien Murmi und Geri von vielen Einheimischen erkannt worden, sagt Widmer auf Anfrage.

«Die Leute schliessen Murmi schnell ins Herz»

«Die Sendung war bestes ‹Infotainment› und vermittelte den kleinen, aber auch ganz vielen grossen Zuschauern auf spielerische Art Spannendes und Wissenswertes aus dem Alltag», heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Thomas Widmer über den Murmi-Relaunch:

Während zehn Jahren wurden über 1000 Sendungen gedreht. Dann wurde es ruhig um Murmi. Vor sieben Jahren lief die letzte Episode am Fernseher. Ganz verschwunden ist das putzige Tier mit der hohen Fistelstimme übrigens nie: Auch nachdem Murmi nicht mehr über den Bildschirm flimmerte, gab es noch Auftritte – etwa an Dorffesten, Firmenevents oder Kindergeburtstagen.

«Witzig ist: Die Figur funktioniert immer – auch bei Menschen, die Murmi nicht aus dem TV kennen oder nicht mal unsere Sprache sprechen», sagt Widmer. «Egal, wo und wie alt: Die Leute schliessen Murmi schnell ins Herz.»

Erste Sendeplätze bereits zugesichert

Viele vermissten die orange Kultfigur: Treue Murmi-Fans liessen aber nicht locker und sprachen Widmer immer wieder auf der Strasse an: «Irgendwann dachte ich mir: Murmi muss wieder ins TV!», sagt der Erfinder.

Gesagt, getan. Widmer setzt momentan alles daran, dass Murmi wieder am Bildschirm zu sehen ist: «Sendeplätze bei TVO, Tele 1 und Channel 55 sind zugesichert, doch finanzieren muss ich die neuen Staffeln selbst – wie ganz früher, als ich mit Murmi angefangen habe.»

Um das Startkapital zusammenzukratzen, hat Widmer eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Mit 50'000 Franken will er die ersten zwei Monate finanzieren. Danach soll die Sendung selbsttragend werden. Im April wird gedreht. Auf Sendung sein soll Murmi ab Mai.

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