Basel: Museum im Lockdown, aber das Aufsichtspersonal arbeitet weiter
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BaselMuseum im Lockdown, aber das Aufsichtspersonal arbeitet weiter

Auch an Weihnachten macht das Aufsichtspersonal des Basler Kunstmuseums seine Kontrollgänge, obwohl kein Publikum da ist. Sie dürfen die Zeit auch mit Stricken totschlagen.

von
Lukas Hausendorf
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Das Basler Kunstmuseum hat seit dem 22. Dezember geschlossen. 

Das Basler Kunstmuseum hat seit dem 22. Dezember geschlossen.

Juri Weiss
Seither hängt die Sammlung in den den drei Häusern des Museums unter Auschsschluss der Öffentlichkeit. Das Aufsichtspersonal arbeitet aber weiter.

Seither hängt die Sammlung in den den drei Häusern des Museums unter Auschsschluss der Öffentlichkeit. Das Aufsichtspersonal arbeitet aber weiter.

Sabine Schneeberger
Es macht selbst über die Weihnachtstage regelmässige Kontrollgänge.

Es macht selbst über die Weihnachtstage regelmässige Kontrollgänge.

Juri Weiss

Darum gehts

  • Per 22. Dezember hat der Bundesrat auch die Museen in den Winterschlaf geschickt.

  • Im Basler Kunstmuseum arbeitet das Aufsichtspersonal aber trotzdem weiter.

  • Das sei nötig, so das Museum, um die Sammlung bestmöglich zu schützen.

Seit dem 22. Dezember sind Museen auf behördliche Anordnung im Winterschlaf. Trotzdem arbeitet das Aufsichtspersonal des Basler Kunstmuseums weiter. Selbst an Weihnachten werden Kontrollgänge in Uniform gemacht, wie die «Basler Zeitung» berichtet.

Immerhin darf sich das Personal «adäquat» beschäftigen, wenn es in den leeren Räumen Zeit totschlagen muss. Laut Museumsleitung zählen dazu Aktivitäten wie Stricken, Lesen oder auch Computerarbeit. Wozu aber muss das Aufsichtspersonal überhaupt Präsenz markieren, wenn der Bundesrat das Museum ja in den Corona bedingten Winterschlaf geschickt hat?

Das sei nötig, weil verschiedene Personen in den drei Häusern des Kunstmuseums unterwegs seien, erklärt dessen Sprecherin Karen Gerig gegenüber der BaZ. Dazu zählten auch externe Handwerker oder Fachleute, die das Museum bei der Erstellung digitaler Inhalte unterstützten.

Entscheidender dürften aber Sicherheitsüberlegungen sein. Das Kunstmuseum wolle das Basler Kulturgut «bestmöglich» sichern, führt Gerig weiter aus. Die regelmässigen Kontrollgängen würden auch dazu dienen, etwaige Abweichungen vom Normalzustand festzustellen.

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