Ex-Geisel erkennt Peiniger: Museums-Schütze hat in Syrien gefoltert

Aktualisiert

Ex-Geisel erkennt PeinigerMuseums-Schütze hat in Syrien gefoltert

Ein Journalist, der in Syrien von Terroristen gefangen und gefoltert wurde, hat einen seiner Peiniger wieder erkannt - als denjenigen, der in einem Brüsseler Museum um sich schoss.

von
pwe

Mehdi Nemmouche hat gestanden, am Samstag, 24. Mai in einem jüdischen Museum in Brüssel vier Menschen erschossen zu haben. Die Tat schockierte das Land nachhaltig. Die Behörden gingen von Anfang an von einem antisemitischen Hintergrund aus.

Nun hat der französische Journalist Nicolas Hénin in Nemmouche seinen ehemaligen Peiniger erkannt. Denn Hénin war als Korrespondent in Syrien tätig, wo er von islamistischen Extremisten entführt und gefoltert worden war. Nemmouche sei sein Kerkermeister gewesen. Dies schreibt er in einem Artikel in«Le Point».

Hénin war bis April monatelang Gefangener der Extremisten und wurde mitunter auch mit den beiden kürzlich enthaupteten US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff gefangen gehalten. Er kehrte Ende April nach Frankreich zurück.

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