Aktualisiert 05.06.2014 11:39

Belgien

Museums-Schütze will nicht ausgeliefert werden

Der Prozess gegen den mutmasslichen Täter, der im Jüdischen Museum in Brüssel drei Personen erschossen hat, soll in Frankreich stattfinden. Der Verdächtige besitzt den französischen Pass.

Der Verdächtige im Fall des Anschlags auf das jüdische Museum in Brüssel hat formal Einspruch gegen seine Überstellung aus Frankreich nach Belgien erhoben. Bei einem Gerichtstermin in Versailles sagte der Verteidiger des mutmasslichen Islamisten am Donnerstag, es gebe keinen Beweis, dass sein Mandant tatsächlich der Schütze sei, der am 24. Mai in dem Museum drei Menschen getötet und einen vierten verletzt hatte.

Das Gerichtsverfahren solle in Frankreich stattfinden, denn der Verdächtige sei französischer Staatsbürger und die französischen Behörden seien ebenso kompetent wie die belgischen. Diese hatten einen europäischen Haftbefehl gegen den 29-jährigen mutmasslichen Dschihadisten ausstellen lassen, der auch die algerische Staatsbürgerschaft hat.

Bei dem Gerichtstermin wurde der Verdächtige von maskierten und bewaffneten Polizisten bewacht. Er war am Freitag voriger Woche in Marseille gefasst worden. Vor der Tat von Brüssel soll er ein Jahr im Bürgerkrieg in Syrien gewesen sein. (sda)

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