Schock-Video: Musher quält seine Hunde zu EM-Silber
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Schock-VideoMusher quält seine Hunde zu EM-Silber

An der Europameisterschaft der Schlittenhunde in Gryon zwingt ein Musher seine völlig erschöpften Hunde zum Weiterrennen. Jetzt laufen Tierschützer sturm.

von
meg

Ein Skandal erschüttert derzeit den Schlittenhundesport: An der Europameisterschaft im waadtländischen Gryon hat der Musher Claudio De Ferrari seine Hunde misshandelt. Seine Hunde blieben während des Rennens völlig erschöpft im Schnee liegen und weigerten sich, weiterzulaufen. Das versetzt den Italiener in Rage. Er reisst die Tiere am Geschirr hoch, doch sie sacken wieder zusammen, wollen nicht mehr, können nicht mehr. Minutenlang schreit der Hundebesitzer seine Huskys an. Entsetzt verfolgen und filmen einige Personen die Szene. Das Video wurde mittlerweile auf YouTube gestellt.

«Den muss man rechtlich verfolgen»

Nach langen Minuten hat es De Ferrari geschafft: Seine Hunde setzen das Rennen fort, der Italiener lässt sich im Ziel als Vize-Europameister feiern. Der Präsident des Schweizerischen Musher Verbands SMV zeigt sich schockiert. Gegenüber Blick.ch sagt er: «Der fehlbare Musher muss überprüft werden – auch privat.» Schnyder befürchtet einen grossen Schaden für den Sport und fordert: «Den muss man rechtlich verfolgen. Der Tierschutz muss sich einschalten.» Die Tiere würden eigentlich aus Freude rennen, bei De Ferraris Hunde sei offensichtlich Druck im Spiel gewesen. Doch in diesem Fall ist das defintiv anders. «Ich finde das eine Sauerei! Helfen Sie bitte diesen armen Tieren», fordert deshalb auch Leser-Reporter Boris Günther in einer Hilfe-Mail an 20 Minuten Online.

Der europäische Verband WSA hat auf den Vorfall reagiert und den Italiener vorläufig gesperrt. An der nächsten Generalversammlung soll die Angelegenheit diskutiert werden. Der Schlittenhundesport Club Österreich hat den Musher von allen zukünftigen Veranstaltungen ausgeschlossen. Viele Husky-Freunde gehen noch weiter: Sie wollen De Ferrari ganz aus dem Verkehr ziehen und fordern eine lebenslange Sperre. In einer Online-Petition heisst es: «Dieser Tierquäler muss von allen Rennen ausgeschlossen werden.»

Von De Ferrari war bislang nichts mehr zu hören.

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