Aktualisiert 14.06.2004 10:13

InterviewMusikalisches Statement gegen Bush

Heute erscheint «To the 5 Boroughs». Das sechste Album der Beastie Boys ist eine Hommage an ihre Heimatstadt New York. 20 Minuten liess sich von den drei Hip-Hoppern unterhalten und über ihre politischen Ansichten aufklären.

Eure neue Platte ist New York gewidmet. Wie stark seid ihr von der Stadt beeinflusst?

MCA: Ich glaube, alles, was wir machen, ist sehr stark damit verbunden, dass wir in New York aufgewachsen sind.

Mike D: Das stimmt. In New York wird so viel verschiedene Musik gemacht, die jedem zugänglich ist. So kamen wir als Hardcore-Punkrocker im zarten Teeniealter in Kontakt mit Rap. Das wäre wohl nirgends sonst möglich gewesen.

King Adrock: Du hast Recht. Keine Ahnung, was wir heute machen würden, wenn wir in Zürich aufgewachsen wären. Hat nicht Hans Wurst einen grossen Teil seines Lebens in Zürich verbracht? Ich glaube, er ist zum Teil in Zürich aufgewachsen. (Gelächter)

Wie hat sich die Stadt seit den frühen 80ern verändert?

Adrock: Es hat verdammt viele Starbucks-Filialen...

Mike D: Ja, aber New York ist immer noch ein sehr inspirierender Ort für Künstler.

MCA: Obwohl wir nicht mal mehr gross um die Häuser ziehen und uns Konzerte anhören, kriegen wir trotzdem viel mit. Diese Stadt vermittelt ein besonderes Gefühl.

Adrock: Ja, und dazu muss man sich nicht mal von der Toilette bewegen.

Wieso äussert ihr euch auf dem neuen Album erstmals explizit politisch?

MCA: Wir wollen, dass dieses Arschloch von Bush im Herbst sein Büro räumt...

Mike D: ...und hoffen, die Leute gehen wählen. Dass unser erstes Album seit sechs Jahren vor den Präsidentschaftswahlen erscheint, ist kein Zufall.

Adrian Schräder

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