Milliardengeschäft: Musikdienst Spotify wehrt sich gegen Kritik
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MilliardengeschäftMusikdienst Spotify wehrt sich gegen Kritik

Der Streamingdienst Spotify hat nach Kritik erstmals Angaben über die Entlöhnung von Künstlern gemacht. Demnach soll seit 2009 eine Milliarde Dollar an die Rechteinhaber geflossen sein.

Radiohead-Frontmann Thom Yoke hatte kritisiert, Streaming-Dienste wie Spotify machen mit einer niedrigen Entlöhnung die Künstler arm.

Radiohead-Frontmann Thom Yoke hatte kritisiert, Streaming-Dienste wie Spotify machen mit einer niedrigen Entlöhnung die Künstler arm.

Namhafte Musiker wie Talking-Heads-Sänger David Byrne und Radiohead-Frontmann Thom Yorke haben immer wieder kritisiert, dass Streaming-Dienste wie Spotify mit einer niedrigen Entlöhnung die Künstler arm machen. Spotify kontert, dass die Auszahlungen deutlich höher seien als bei klassischen Radiostationen oder Video-Streamingdiensten.

Erstmals hat der Musikdienst nun Angaben zur Vergütung von Rechteinhabern veröffentlicht. Demnach werden pro Abruf eines Songs in seinem Streaming-Dienst im Schnitt 0,6 bis 0,84 US-Cent gezahlt.Wird ein Song eine Million Mal angehört, werden damit etwa 6000 bis 8400 Dollar fällig. Diese Summe wird jedoch zwischen Musikkonzernen und Künstlern aufgeteilt.

Allerdings kann ein Angebot wie Spotify mit seiner breiten Auswahl von Millionen jederzeit verfügbarer Songs zum Abo-Tarif für viele Nutzer auch den Kauf von CDs oder Musikdownloads ersetzen.

Eine Milliarde für die Künstler

Spotify rechnet in der auf einer neuen Künstler-Website veröffentlichten Statistik vor, an die Rechteinhaber sei seit der Gründung 2009 insgesamt eine Milliarde Dollar geflossen, davon die Hälfte in diesem Jahr. Das schwedische Unternehmen reiche etwa 70 Prozent seiner Einnahmen an die Urheber weiter.

Spotify hat nach jüngsten Angaben über 24 Millionen aktive Nutzer. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei über 525 Mio. Franken. Allerdings schrieb die Firma bisher Verluste - mit dem Anstieg der Nutzerzahlen steigen auch die Zahlungen an die Musikindustrie. (sda)

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