Musiker Andryy spricht über seine Beziehung, Bedenken und Babywünsche

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«Glücklich vergeben»Musiker Andryy spricht über seine Beziehung, Bedenken und Babywünsche

Seine Freundin habe ihn auch in Zeiten von Angst und Selbstzweifel unterstützt. Im Interview verrät der Musiker: «Unsere Beziehung ist sehr innig und vertraut.»

von
Lara Hofer
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Der Mundart-Musiker Andryy (28) ist seit acht Jahren in einer festen Beziehung. 

Der Mundart-Musiker Andryy (28) ist seit acht Jahren in einer festen Beziehung. 

20min/Taddeo Cerletti
Kennen gelernt hat er seine Freundin an einem seiner allerersten öffentlichen Auftritte. «Ein paar Wochen später habe ich sie zufällig an einer Party wieder getroffen, und da hat es dann so richtig gefunkt», erzählt der Musiker. 

Kennen gelernt hat er seine Freundin an einem seiner allerersten öffentlichen Auftritte. «Ein paar Wochen später habe ich sie zufällig an einer Party wieder getroffen, und da hat es dann so richtig gefunkt», erzählt der Musiker. 

20min/Taddeo Cerletti
Mittlerweile wohnt Andryy mit seiner Liebsten zusammen. Ihren Namen möchte er für sich behalten.

Mittlerweile wohnt Andryy mit seiner Liebsten zusammen. Ihren Namen möchte er für sich behalten.

20min/Celia Nogler

Darum gehts

  • Kürzlich veröffentlichte Andryy seine neue Single «Kafitasse».

  • Darin spricht der Mundart-Musiker aus Winterthur auch über Leistungsdruck und Selbstzweifel.

  • Im Interview mit 20 Minuten verrät der 28-Jährige, inwiefern er selbst davon betroffen ist, wer ihn in Krisenmomenten unterstützt und wie es um sein Liebesleben steht. 

  • Seit acht Jahren ist der Musiker nämlich schon glücklich vergeben – und hat kürzlich den nächsten Schritt gewagt.

Andryy, an wen wendest du dich, wenn du Aufmunterung brauchst?

Meine Schwester steht mir unglaublich nahe, mit ihr trete ich auch auf der Bühne auf. Ansonsten meine engsten Freunde, meine Familie und natürlich meine Freundin. 

Wie lange seid ihr schon zusammen und wie habt ihr euch kennen gelernt?

Meine Freundin und ich sind seit acht Jahren ein Paar. Vor kurzem sind wir zusammengezogen in unsere erste gemeinsame Wohnung, was bisher super funktioniert. Kennen gelernt haben wir uns an einer meiner allerersten Shows überhaupt! Ein paar Wochen später habe ich sie zufällig an einer Party wieder getroffen, und da hat es dann so richtig gefunkt.

Was ist das Erfolgsgeheimnis eurer Beziehung?

Wir lassen uns gegenseitig sehr viel Freiraum, verbringen aber auch gerne Quality Time miteinander, machen Ausflüge oder gehen Rad fahren. Unsere Beziehung ist sehr innig und vertraut. 

Wie blickt ihr bezüglich Heiraten und Nachwuchs in die Zukunft?

Mit den Kindern warten wir noch! Ich hätte zwar sehr gerne Kids, aber finde es momentan noch beängstigend, mich komplett zu verpflichten. Ich möchte zuerst musikalisch Fuss fassen, bevor ich mich an die nächste Herausforderung wage. 

Andryy im Interview mit 20 Minuten: «Ich wollte ins Festival einbrechen, wurde aber leider erwischt!»

20 Minuten

Was hält deine Freundin von deiner Musik?

Wenn ein neuer Song erscheint, sagt sie immer: «Jetzt nervt er langsam!», weil sie ihn schon so oft gehört hat. (lacht) Sie gibt mir Stabilität und den Mut, auch über emotionale Themen zu singen. Liebessongs finde ich aber schwierig, weil die immer so kitschig sind.

Wer kritisiert dich am meisten?

Ich würde gerne mehr kritisiert werden. Das ist der Nachteil daran, wenn man von lauter guten und lieben Menschen umgeben ist. (lacht) Meine Freundin ist aber jemand, der sehr ehrlich ist und mich auch kritisiert, was mich sehr weiterbringt. 

Kürzlich ist dein neuer Song erschienen. Welche Message steckt hinter «Kafitasse»?

Viele Leute in meinem Umfeld setzen sich unter enormen Leistungsdruck. Sie wollen in allem gut sein und sich ihre Träume erfüllen – obwohl es manchmal gar nicht ihre eigenen Ziele sind, denen sie hinterherjagen. So kann man sich schnell verlieren und vergessen, was einen wirklich glücklich macht. Diesem Phänomen will ich mit dem Song entgegenwirken.

Hattest du selbst damit zu kämpfen?

Total. Ich wusste lange nicht, wo mein Platz ist, wer ich bin und wo ich hingehöre. Mit 22 Jahren hatte ich deshalb eine ziemlich heftige Krise. 

Was ist passiert?

Ich bin eines Morgens aufgewacht mit einem komischen Gefühl im Magen. Ich dachte zuerst, dass ich krank bin. Nach ein paar Wochen habe ich realisiert, dass es mir psychisch schlecht geht, nicht körperlich. Ich wusste nicht mehr, ob ich das Richtige mit meinem Leben mache und ob ich wirklich ich selbst bin. Ich fühlte mich total verloren.

Kennst du die Musik von Andryy?

Wie hat sich das auf deine Psyche ausgewirkt?

Ich hatte damals mit einer Angststörung zu kämpfen. Meine Freundin hat mich in dieser Zeit sehr unterstützt, ich habe viel an mir selbst gearbeitet und bin in Therapie gegangen. Heute geht es mir besser als vorher! Ich bin froh, habe ich das alles durchgemacht, auch wenn es damals die Hölle war. 

Was siehst du heute, wenn du in den Spiegel blickst?

Ich bin mir selber treu, sehe aber auch viele Schwächen in mir. Generell bin ich nicht jemand, der gerne stundenlang in den Spiegel schaut oder jeden Tag tausend Selfies macht. Im Vergleich zu früher habe ich aber gelernt, meine Schwächen zu mögen und mich nicht mit anderen zu vergleichen.  

Schon im März 2020 war Andryy bei 20 Minuten zu Gast.

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