Aktualisiert 22.11.2015 12:54

Basel-Stadt

Musiker nerven Passanten in Tram

In der Herbstzeit sind wieder vermehrt zu Strassenmusiker in Trams und Bussen unterwegs und bitten um Spenden. Der BVB sind die Hände gebunden.

von
mak

Was für die einen eine willkommene Ablenkung ist, ist für andere purer Graus: Strassenmusiker strapazieren in der kalten Jahreszeit vermehrt die Nerven der Basler Trampassagiere. Selten mit viel Talent gesegnet spielen sie zwischen zwei Haltestellen ein Ständchen und bitten um eine Spende. Bei der BVB-Leitstelle gehen deswegen immer wieder Beschwerden ein – neuerdings auch auf Twitter, wo die BVB Kundenanfragen in der Regel rasch und unkompliziert beantwortet.

Die Antwort dürfte die wenigsten zufriedenstellen. Mediensprecherin Jelena Dobrivojevic erklärt: «Im Unterschied zu Betteln oder Hausieren ist das Musizieren in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht grundsätzlich verboten. Wenn der Musiker ein gültiges Billett hat, darf er im Tram oder Bus bleiben.»

Spenden sind verlockend

«Die Fahrdienstmitarbeitenden der BVB haben darum die Möglichkeit, eine Durchsage zu aktivieren, welche die Fahrgäste darauf hinweist, den Musikern kein Geld zu geben», so Dobrivojevic weiter. Mehr kann das Unternehmen nicht machen. Die Kunden aber schon. «Solange die Leute den Musikern Geld geben, bleibt es für diese attraktiv in den öffentlichen Verkehrsmittel zu spielen», sagt sie. Anders gesagt: Würden die Passagiere aufhören, die «Künstler» mit Geld zu belohnen, verschwindet das Phänomen irgendwann von alleine.

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