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35. GeburtstagMusikzentrum Sedel wird zum Tollhaus

Beim Sedel gibt es zum ersten Mal ein Openair. Anlass ist das 35-Jahr-Jubiläum der Interessengemeinschaft, die das Musikzentrum betreibt.

Die Band Millencolin ist am 3. September der Headliner des Openairs im Sedel.

Die Band Millencolin ist am 3. September der Headliner des Openairs im Sedel.

Kein Anbieter/Millencolin

Am 2. und 3. September würden Konzerte vor und im Gebäude den Sedel in ein Tollhaus verwandeln, teilte die IG Luzerner Musiker mit.

Der Sedel ist ein ehemaliges Gefängnis im Grenzgebiet zwischen der Stadt Luzern, Ebikon und Emmenbrücke. Nachdem ein Probezentrum in der Stadt abgebrannt war und unter dem Druck der Jugendunruhen in grösseren Schweizer Städten, gaben die Luzerner Behörden den Sedel 1981 als Probe- und dann auch als Konzertlokal für Musiker und Bands frei.

54 Proberäume für 300 Musiker

Zu den Ersten, die in den ehemaligen Zellen des kantonalen Gefängnisses probten, gehörten etwa Vera Kaa oder Fredy Studer. Heute werden die 54 Proberäume von rund 300 Musikern benützt.

Konzerte gibt es am 2. und 3. September vor dem Sedel auf dem Vorplatz und im Garten, aber auch im Gebäude, etwa im Club und in den Proberäumen. Als Headliner nennen die Organisatoren Millencolin, Kadebostany, Göldin & Bit-Turner, Radar Men from the Moon, Vök, Disco Doom oder No Bunny.

Für die Sedel-Betreiber ist das Jubiläumsfest auch ein politisches Statement für kulturelle Freiräume. Diese würden heute schneller verschwinden, als die SBB durch den Gotthard-Basistunnel rase, teilen sie mit.

(sda)

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