Aktualisiert 15.06.2011 09:33

Apfel-Medizin

Muskelpower aus der Schale

In der Apfelschale fanden US-Forscher einen Wirkstoff, der gegen Muskelschwund helfen soll. Noch wurde er jedoch erst an Tieren getestet.

von
rre

Bringt die Ursolsäure, ein wasserunlöslicher Hauptbestandteil der äussersten Schicht der Apfelschale, den Durchbruch in der Forschung gegen Muskelschwund? US-Wissenschaftler setzten die Substanz im Tierversuch ein – mit Erfolg, wie im Fachmagazin Cell Metabolism zu lesen ist.

Unter Muskelschwund leidende Labormäuse wurde Ursolsäure verabreicht. Daraufhin zeigte sich ein langsameres Fortschreiten der Erkrankung. Focus Online berichtet, dass diesen Versuchen Experimente an Zellkulturen vorausgingen, bei denen 1300 verschiedene Substanzen auf ihre Wirksamkeit überprüft wurden. Zuvor identifizierte das Forscherteam um Christopher Adams von der University of Iowa 92 Gene, die im Zuge einer beginnenden Muskelschwund-Erkrankung ihre Aktivitäten innerhalb der Muskelzellen verändern. Ziel der Wissenschaftler war es, einen Wirkstoff zu finden, mit dessen Hilfe dieser Prozess gestoppt beziehungsweise rückgängig gemacht werden konnte.

«Muskelatrophie ist eine sehr verbreitete Erkrankung. Die meisten Menschen leiden irgendwann in ihrem Leben daran – als Begleiterscheinung einer Krankheit oder im Alter. Aber es gibt noch kein Medikament dagegen», sagt Adams.

Nun soll die Wirksamkeit von Ursolsäure im Rahmen einer Studie mit Menschen überprüft werden.

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