Aktualisiert 01.04.2010 13:00

CórdobaMuslime lösen Eklat in Kathedrale aus

Sie konnten es nicht lassen: Eine Gruppe muslimischer Touristen setzte zum Gebet in der Kathedrale von Córdoba an. Dann schritten die Sicherheitskräfte ein. Zwei Österreicher wurden festgenommen.

Die Kathedrale «La Mezquita» ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Spanien. Sie war im Mittelalter zur Zeit der Mauren-Herrschaft als Moschee errichtet worden und im 13. Jahrhundert zu einer christlichen Kirche geweiht worden.

Wie eine Lokalzeitung am Donnerstag berichtete, hatten 118 muslimische Touristen am Vorabend die Kathedrale in kleinen Grüppchen betreten. Sie hätten mit Funkgeräten in Verbindung gestanden und sich zu einem Gebet zusammengefunden.

Das Wachpersonal habe die Besucher darauf aufmerksam gemacht, dass Gebete nach islamischem Ritual in der «Mezquita» verboten seien. Daraufhin seien die meisten Mitglieder der Gruppe auseinandergegangen, berichtete die Zeitung «El Día de Córdoba».

Zwei Österreicher festgenommen

Zwei Österreicher hätten die Wachleute jedoch angegriffen und mit einem Messer bedroht. Sie hätten sich auch der Festnahme durch die Polizei widersetzt. Bei dem Gerangel seien ein Polizist und ein Wachmann leicht verletzt worden.

Das Bistum verurteilte den Zwischenfall und warf den Besuchern vor, den Eklat «in organisierter Weise» ausgelöst zu haben. In Córdoba wird in letzter Zeit darüber diskutiert, ob die Kathedrale von Christen und Muslimen gemeinsam als Gotteshaus genutzt werden soll.

Die katholische Kirchenführung lehnt dies jedoch strikt ab. «Eine gemeinsame Nutzung trüge nicht zu einem friedlichen Zusammenleben bei», sagte Bischof Demetrio Fernández González. Dies würde nur Verwirrung stiften.

(sda)

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