Nous sommes Charlie: Muslime rufen auf zu Teilnahme an Trauer-Demo

Aktualisiert

Nous sommes CharlieMuslime rufen auf zu Teilnahme an Trauer-Demo

Die Jungen Journalisten Schweiz organisieren eine Solidaritätskundgebung für «Charlie Hebdo» in Zürich. Die Schweizer Muslime rufen zur Teilnahme auf.

von
ann
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In Genf demonstrierten Hunderte bereits am Abend nach der Tat gegen den Anschlag auf Charlie Hebdo.

In Genf demonstrierten Hunderte bereits am Abend nach der Tat gegen den Anschlag auf Charlie Hebdo.

Keystone/Martial Trezzini
Sie trugen Plakate mit der Aufschrift «Je suis Charlie» auf sich und zündeten Kerzen an.

Sie trugen Plakate mit der Aufschrift «Je suis Charlie» auf sich und zündeten Kerzen an.

Keystone/Martial Trezzini
Der Schock und das Entsetzen über die Tat sind gross.

Der Schock und das Entsetzen über die Tat sind gross.

Keystone/Martial Trezzini

Unter dem Stichwort «Nous sommes tous Charlie» (Wir sind alle Charlie) organisieren die Jungen Journalisten Schweiz am Donnerstagabend um 18.30 Uhr eine Trauer-Demonstration am Bürkliplatz. «Das Attentat geht uns sehr nahe, wir mussten darauf reagieren», sagt Vorstandsmitglied Luzia Tschirky. Man wolle ein Zeichen gegen die Morde setzen, fügt sie an. Man kontaktiere derzeit Journalisten, die am Abend Reden halten werden. «Als Zeichen der Solidarität zünden wir zusammen Kerzen an.» Eingeladen seien alle, die ihr Entsetzen über die Tat zum Ausdruck bringen wollen.

Auf Facebook schreibt der Verband: «Junge Journalisten Schweiz ist schockiert und tief betroffen von den Ereignissen gestern in Paris.» Es seien Berufskollegen gestorben, doch die Pressefreiheit lebe weiter.

Muslime rufen zur Teilnahme auf

«Wir stehen auf und zusammen, für eine offene Gesellschaft, welche sich durch die Bluttat nicht von ihrem Weg abbringen lässt. Eine Gesellschaft, die den Morden von Paris mit ihren stärksten Waffen entgegentritt: Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Offenheit, Toleranz. Auch in Zukunft.» Der Aufruf schliesst mit den Worten: «Vive la liberté. Vive Charlie Hebdo.»

Die Dachorganisationen der Muslime, die in Kürze noch ein Communiqué herausgibt, ruft ihre Mitglieder dazu auf, an der Demonstration teilzunehmen. «Es geht hier um einen Akt der Solidarität und ein Zeichen gegen eine barbarische Tat. Niemand ist berechtigt, so eine Tat zu verüben, schon gar nicht zur Verteidigung des Propheten», sagt Hisham Maizar, Präsident der Föderation Islamischer Dachverband Schweiz. Wenn Maizar die Zeit dazu findet, will er selbst an der Demo teilnehmen.

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