Aktualisiert 09.08.2010 19:04

AFG Arena

Muss Betriebs AG gerettet werden?

Offenbar ist eine Rettungsaktion für die Betriebs AG (BAG) der AFG Arena am Laufen. Fakt ist: Politik, Wirtschaft und der FC St. Gallen erarbeiten gemeinsam eine Vorlage für das Parlament.

von
Sascha Schmid
Die Stadionbetreiberin des FCSG, die BAG, hat offenbar Geldsorgen. (sas)

Die Stadionbetreiberin des FCSG, die BAG, hat offenbar Geldsorgen. (sas)

Die Betriebs AG der AFG Arena, die für die Administration und Vermarktung des FC St. Gallen verantwortlich ist, hat offenbar massive finanzielle Probleme. Wie «WOZ»-Journalist Daniel Ryser in dem Blog «Nation of Swine» schreibt, ist die Lage so dramatisch, dass eine Rettungsaktion in Planung ist.

«Es werden derzeit Gespräche zwischen Betriebs AG AFG Arena, FCSG, Sponsoren, Banken sowie der Kantons- und Stadtregierung geführt. Aufgrund der Ergebnisse wird eine Parlamentsvorlage erarbeitet», wird Stadtsprecher Urs Weishaupt zitiert. Ob es um einen Rettungsplan geht und ob der BAG mit Steuergeldern unter die Arme gegriffen werden soll, wollte Weishaupt aber nicht sagen.

FCSG-Sprecher Markus Scherrer bestätigt die Gespräche: «Es laufen verschiedene Projekte, um die Struktur zu verändern.» Das Konstrukt mit Stadion AG, BAG und FC St. Gallen hatte schon seit dem Einzug in die AFG-Arena für Unmut gesorgt. Über die laufenden Gespräche wollte Scherrer nichts sagen: «Ende August sollte die Sache spruchreif sein.»

Fans protestieren friedlich gegen die FCSG-Misere

Unter den Fans des FC St. Gallen ­brodelt es. Neben den blamablen Leistungen auf dem Platz regen sich viele über die undurchsichtige Struktur mit Stadion AG, BAG und FCSG auf. «Eigentlich hätte St. Gallen die Voraussetzungen, um profitabel zu sein. Doch ich habe den Eindruck, dass einfach irgendwie gewurstelt wird und niemand einen Plan hat», sagt der langjährige Fan Michael Brunner. Er hat deshalb eine Protest-Aktion gestartet. Auf www.pro-fcsg.ch fordert er enttäuschte Fans dazu auf, ihren FCSG-Wimpel Präsident Michael Hüppi zu schicken. ­«Damit können wir der FCSG-Führung klarmachen, wie es uns Fans geht und wie es ist, ohnmächtig dem aktuellen ­Treiben auf dem Rasen und hinter den ­Kulissen zuschauen zu müssen.»

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