Russland provoziert: Muss die Bloodhound Gang dafür bluten?
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Russland provoziertMuss die Bloodhound Gang dafür bluten?

Nachdem die Bloodhound Gang aus Jux die russische Flagge - unter dem Jubel ukrainischer Zuschauer – durch den Dreck gezogen hat, schaltet sich nun die Ermittlungsbehörde ein.

von
sim

Der Bassist der Band mit der russischen Flagge. (Video: Reuters)

Nach der «Schändung» einer russischen Flagge durch die Bloodhound Gang hat sich Moskaus oberste Ermittlungsbehörde in den Fall eingeschaltet. Chefermittler Alexander Bastrykin sprach von einem «zynischen Verbrechen».

Ausserdem wirft Bastrykin der Gruppe «Missachtung des russischen Staates» vor, wie seine Behörde am Montag mitteilte. Bassist Jared Hasselhoff hatte sich bei einem Konzert in der Ukraine eine russische Fahne durch den Schritt gezogen und den Namen von Präsident Wladimir Putin erwähnt.

«Widerliches» Verhalten

Regierungstreue Kräfte in Russland reagierten entsetzt und verlangten neben dem Strafverfahren ein Einreiseverbot für die Musiker. Auch US-Botschafter Michael McFaul verurteilte die Einlage. «Ich finde den Ausfall der Bloodhound Gang widerlich. Ich verurteile auch den Akt der Gewalt gegen sie», twitterte der Diplomat.

Die Musiker waren am Wochenende bei einem Aufenthalt im Süden Russlands Angriffen wütender Russen ausgesetzt. Sie mussten das Land verlassen, ohne auftreten zu dürfen. Bastrykin will nun die Ukraine und die USA um Hilfe bei den Ermittlungen gegen die US-Band ersuchen. In Russland können Gerichte Gefängnisstrafen verhängen, wenn Staatssymbole entehrt werden. (sim/sda)

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