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Neue Herrscher in AfghanistanWas, wenn der Westen die Taliban weiter bekämpfen würde?

Soll der Westen die militant-islamistischen Taliban jetzt anerkennen? War der Abzug des Westens aus Afghanistan überhaupt richtig? Welche Folgen wird er haben – für den Nahen Osten und Europa? Antworten von Roland Popp von der Militärakademie an der ETH Zürich.

von
Ann Guenter
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Lange bekämpfte der Westen die afghanischen Taliban auch damit: Eine MQ-9 Reaper-Drohne auf dem Flugplatz Kandahar, Afghanistan ( 27. Dezember 2009 ).

Lange bekämpfte der Westen die afghanischen Taliban auch damit: Eine MQ-9 Reaper-Drohne auf dem Flugplatz Kandahar, Afghanistan ( 27. Dezember 2009 ).

REUTERS
Die Taliban stehen nicht mehr länger im Fokus: «Für die Amerikaner hat der strategische Wettbewerb mit China absolute Priorität», sagt Roland Popp von der MILAK an der ETH Zürich. «Der Nahe Osten tritt nun nach 40, 50 Jahren absoluter Zentralität in eine Phase ein, in der er wieder zu einem Randgebiet wird.»

Die Taliban stehen nicht mehr länger im Fokus: «Für die Amerikaner hat der strategische Wettbewerb mit China absolute Priorität», sagt Roland Popp von der MILAK an der ETH Zürich. «Der Nahe Osten tritt nun nach 40, 50 Jahren absoluter Zentralität in eine Phase ein, in der er wieder zu einem Randgebiet wird.»

AFP
In einer gewaltigen Evakuierungsmission hatten die Vereinigten Staaten und ihre Partner bis letzte Woche Landsleute sowie afghanische Schutzbedürftige ausgeflogen.  

In einer gewaltigen Evakuierungsmission hatten die Vereinigten Staaten und ihre Partner bis letzte Woche Landsleute sowie afghanische Schutzbedürftige ausgeflogen.

REUTERS

Die US-Truppen sind nach fast 20 Jahren abgezogen – nun richten sich die Blicke ganz auf die erneute Herrschaft der militant-islamistischen Taliban. Die Vorstellung der neuen Führung wird in Kürze erwartet.

Was bedeutet der Abzug des Westens für Afghanistan, aber auch für die Region des Mittleren und Nahen Ostens? Ist er richtig? Wird Europa letztlich ausbaden müssen, was vor allem die USA in der Region angerichtet haben?

Das sind nur einige der Fragen aus dem Gespräch mit Roland Popp, Sicherheits- und Nahost-Analyst von der Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich. Klickt einfach an, was euch am meisten interessiert!

Herr Popp, alles ging so schnell in Afghanistan. Haben unsere Geheimdienste versagt?

Haben die Stämme etwas mit dem unblutigen Fall des Landes zu tun?

Wie wirkt sich der Abzug aus Afghanistan auf den globalen Terrorismus aus?

Wie soll man Terrorismus bekämpfen, wenn nicht militärisch?

Wie werden die Taliban Afghanistan regieren?

Die Taliban und die Frauen: Wie schlimm wird es werden?

Wie steht es um die Opposition in Afghanistan?

Ist der «junge Löwe» Ahmed Massoud ein Hoffnungsträger für Afghanistan?

Soll der Westen die Taliban als neue Herrscher Afghanistans anerkennen?

Kann man den Taliban trauen?

Was wäre der Vorteil einer Anerkennung der Taliban?

Was, wenn der Westen die Taliban weiter bekämpfen würde?

Ist der Abzug des Westens aus Afghanistan richtig?

Was bedeutet der Abzug des Westens für China und Russland?

Aus europäischer Sicht: Was ist die Bilanz aus dem Afghanistan-Einsatz?

Wer hat in den USA was falsch gemacht?

Gibt es eine Verbindung zwischen den Einsätzen in Afghanistan, Syrien, Irak?

Wie sehen Sie die Zukunft des Nahen und Mittleren Ostens?

Bye, bye USA: Muss Europa ausbaden, was Washington angerichtet hat?

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