Aktualisiert 09.10.2012 17:17

Lieber Phil GeldMuss Firma 13. Monatslohn auszahlen?

Roman(29) wird Ende November die Stelle wechseln. Sind nun der 13. Monatslohn und allfällige Provisionen gefährdet?

Dein bisheriger Arbeitgeber muss den 13. Monatslohn anteilsmässig im Zuge der letzten Lohnzahlung vergüten.

Dein bisheriger Arbeitgeber muss den 13. Monatslohn anteilsmässig im Zuge der letzten Lohnzahlung vergüten.

Lieber Phil Geld,

Mein Arbeitsverhältnis mit dem bisherigen Arbeitgeber endet Ende November. Ich hatte die Stelle ordentliche mit einer Frist von drei Monaten gekündigt. Frage: Darf ich nun sowohl den 13. Monatslohn sowie Erfolgsbeteiligung anteilsmässig für die vergangenen elf Monate erwarten. Und riskiere ich durch meine Kündigung eine Bestrafung des Arbeitgebers?

Lieber Roman

Dein Arbeitgeber dürfte die in der Schweiz übliche Praxis anwenden. Das heisst: Er wird den 13. Monatslohn anteilsmässig im Zuge der letzten Lohnzahlung vergüten. Konkret: 91,7 Prozent des 13. Monatslohnes.

Der 13. Monatslohn ist ein vertraglicher Lohnbestandteil.

Deine Firma sollte auch bezüglich der Provision gleich verfahren, falls eine solche bei Ihnen vertraglich vereinbart ist. Der Gesetzgeber bezeichnet Provisionen als eine in Prozenten festgelegte Vergütung auf vom Arbeitnehmer vermittelten oder abgeschlossenen Geschäften. Du hättest in diesem Fall selbst Anspruch auf die Provision für ein Geschäft, das vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses abgeschlossen, aber erst nach dessen Beendigung erfüllt worden ist.

Auch für ein Geschäft, das aufgrund deiner Vorleistung erst nach dem Austritt abgeschlossen wird, hättest Du einen Anspruch. Anders sieht es aus mit einer unregelmässigen Gratifikation: Das ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers und ist nicht geschuldet.

Siehe auch: Zehn Fragen zu Bonus und Grati.

Freundlich grüsst

Phil Geld

E-MAIL: phil.geld@20minuten.ch

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