Teenager-Fragen: Muss ich das Handy-Abo vom Sackgeld bezahlen?
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Teenager-FragenMuss ich das Handy-Abo vom Sackgeld bezahlen?

Wie bekomme ich mehr Sackgeld? Und muss ich als Jugendliche das Mobile-Abo selbst zahlen – oder gehört das wie die Krankenkasse zur Aufgabe der Eltern? Fünf Antworten.

von
S. Spaeth

Die Höhe des Taschengeldes ist in manch einer Familie ein schwieriges Thema. Budgetberaterin Andrea Schmid-Fischer beantwortet fünf Teenager- und später fünf Eltern-Fragen. Hilfestellung zur Berechnung der Höhe des Sackgeldes bietet auch der Rechner, den Comparis.ch und 20 Minuten entwickelt haben.

Nutzer der App oder der mobilen Website: Hier gehts zum Taschengeldrechner.

PC-Nutzer: Hier geht es zum Taschengeldrechner.

Alena: Ich erhalte viel weniger Taschengeld als meine Freundin und fühle mich deswegen von meinen Eltern ungerecht behandelt...

Die finanziellen Möglichkeiten von verschiedenen Eltern sind nicht die gleichen. Dein Taschengeld muss ins gesamte Budget deiner Eltern passen. Es kann nicht sein, dass – im Extremfall – deine Eltern sich selbst nichts mehr gönnen, nur weil sie dir und deinen Geschwistern (fast) alles zu ermöglichen versuchen.

Alex: Meine Mutter knüpft das Taschengeld an Bedingungen. Ich finde das blöd …

Das verstehe ich gut. Wichtig ist allerdings zu begreifen, dass deine Eltern ihren Lohn auch nicht einfach zur freien Verfügung haben. Darum halte ich Rahmenbedingungen für empfehlenswert, und zwar für Kinder jedes Alters. Die Beträge sollten einem Bedürfnis zugeteilt sein, wie beispielsweise Ausgang, Kleider, Handy oder Sparen für ein bestimmtes Projekt. Deine Eltern wollen dich befähigen, so mit Geld umzugehen, dass du später keine Probleme bekommst.

Sebastian: Ich muss Ämtli ausführen, damit ich Geld erhalte und streite mich deswegen mit meinen Eltern.

Ob es in einer Familie für bestimmte Ämtli Geld gibt oder ob Taschengeld einfach so ausbezahlt wird, ist eine Frage eurer Familienkultur und der Werte, die deinen Eltern wichtig sind. Es ist auch möglich, beide Komponenten zu verbinden. Du könntest vorschlagen, dass du deinen Anteil am Haushalt, wie zum Beispiel Zimmer und eigene Wäsche aufräumen, beim Abwasch mithelfen etc., gerne einfach so erledigst. Dafür ist dein Taschengeld von diesen Aufgaben losgelöst und du kannst über besondere Haushaltsarbeiten wie Fensterputzen einen Batzen dazuverdienen.

So viel Sackgeld gibt es in der Schweiz

Laut einer neuen Umfrage erhalten zwei Drittel der Schweizer Kinder Sackgeld, ohne dafür etwas leisten zu müssen. Und: Mädchen erhalten später Taschengeld als Buben.

Erdem: Wenn mein Taschengeld aufgebraucht ist, gehe ich zu meine Eltern und frage um einen Zustupf. Sie geben aber meist nichts ...

Mir ist klar, dass das für dich schwierig ist. Beim Taschengeld geht es allerdings auch darum zu lernen, dass nicht schon vor Ende Monat Ende des Geldes ist. So gesehen geben dir deine Eltern die Möglichkeit, etwas über eigenständige Planung und die Einteilung des Geldes zu lernen. Sie werden dich sicher nicht hungern lassen, und ich gehe davon aus, dass du die Verpflegung für die Mittagspause bis Ende Monat von zuhause mitnehmen kannst. Du wirst lernen Prioritäten zu setzen und dadurch entdecken, dass danach mehr Geld für anderes zur Verfügung steht.

Zoe: Ich streite mich mit meinen Eltern, ob ich die Kosten fürs Smartphone vom Taschengeld bezahlen muss oder ob das wie die Krankenkasse zum Bereich der Eltern gehört.

Wer für welche Budgetposten Verantwortung übernimmt und diese effektiv bezahlt, hängt von der Höhe des Taschgeldes oder des Lehrlingslohnes ab. Grundsätzlich gilt: Solange du keinen eigenen Lohn hast, kommen deine Eltern für alle deine Kosten auf. Falls es um die Frage geht, ob du überhaupt ein Handy brauchst: Mittlerweile ist das Smartphone ab einer gewissen Schulstufe Standard und wichtig für die Ausbildung. Selbstverständlich nicht im Kindsgi-Alter, aber ab der Oberstufe. Erkläre deinen Eltern, warum das Smartphone für dich wichtig ist. Zum Beispiel wegen des Klassenchats und wegen deiner Freundschaften. Weil heute beinahe überall WLAN zur Verfügung steht, kannst du die Kosten tief halten, und es reicht allenfalls eine Prepaid-Lösung für 10 bis 20 Franken pro Monat.

Lesen Sie später auf 20 Minuten: Fünf Fragen und Antworten für Eltern.

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