Ausweitung der Maskenpflicht: Muss man in Deutschland ab Oktober wieder fix eine Maske tragen?
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Ausweitung der MaskenpflichtMuss man in Deutschland ab Oktober wieder fix eine Maske tragen?

Die deutsche Bundesregierung erwägt zum Schutz vor einer Ausbreitung der Corona-Pandemie im Herbst eine neue, generelle Maskenpflicht ab Oktober. Im Gespräch sei eine sogenannte «O-O-Regel», hiess es unter Berufung auf Angaben aus Regierungskreisen.

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Deutschlands Gesundheitsminister Karl Lauterbach stellt die Frage in den Raum, ob ab Oktober nicht wieder generell eine Maske getragen werden müsse. 

Deutschlands Gesundheitsminister Karl Lauterbach stellt die Frage in den Raum, ob ab Oktober nicht wieder generell eine Maske getragen werden müsse. 

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Die neue Maskenpflicht könnte dem Bericht zufolge weiterhin wie bisher in öffentlichen Verkehrsmitteln, medizinischen Einrichtungen und Seniorenheimen gelten. 

Die neue Maskenpflicht könnte dem Bericht zufolge weiterhin wie bisher in öffentlichen Verkehrsmitteln, medizinischen Einrichtungen und Seniorenheimen gelten. 

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Mehrere Bundesländer dringen schon lange auf zusätzliche Schutzmassnahmen, ebenso Politikerinnen und Politiker von Union, Grünen und SPD. Widerstand dagegen kommt von der FDP. Hier im Bild: Christian Lindner, Deutscher Bundesminister für Finanzen von der FDP.

Mehrere Bundesländer dringen schon lange auf zusätzliche Schutzmassnahmen, ebenso Politikerinnen und Politiker von Union, Grünen und SPD. Widerstand dagegen kommt von der FDP. Hier im Bild: Christian Lindner, Deutscher Bundesminister für Finanzen von der FDP.

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Darum gehts

Die neue Maskenpflicht könnte dem Bericht zufolge weiterhin wie bisher in öffentlichen Verkehrsmitteln, medizinischen Einrichtungen und Seniorenheimen gelten, zusätzlich aber auch wieder im Detailhandel und der Gastronomie. Eine Ausweitung auch auf Schulen sei noch offen, hiess es.

Aus dem Kanzleramt hiess es laut «WamS» dazu, eine solche Ausweitung der Maskenpflicht werde als eine von mehreren möglichen Regelungen für die anstehende Novellierung des Infektionsschutzgesetzes in Erwägung gezogen. Zunächst solle aber wie in der Koalition vereinbart der Ende Juni erwartete Expertenbericht zu Wirksamkeit und Risiken bisheriger Corona-Schutzmassnahmen abgewartet werden.

Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt wieder deutlich angestiegen

Das Bundesgesundheitsministerium wollte sich demnach zu den möglichen Plänen nicht äussern. Ein Sprecher sagte laut «WamS» lediglich, über das neue Infektionsschutzgesetz werde noch regierungsintern verhandelt. Die derzeit geltenden Regeln des Infektionsschutzgesetzes zu Corona laufen am 23. September aus. Sie enthalten nur noch wenige sogenannte Basis-Schutzmassnahmen.

Mehrere Bundesländer dringen schon lange auf zusätzliche Schutzmassnahmen, ebenso Politikerinnen und Politiker von Union, Grünen und SPD. Widerstand dagegen kommt von der FDP. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen war zuletzt wieder deutlich angestiegen. Nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gibt es bereits eine neue Corona-Welle. «Die angekündigte Sommerwelle ist leider Realität geworden», sagte er der «Rheinischen Post. «Das bedeutet auch für die nächsten Wochen wenig Entspannung.»  

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.chRatgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(dpa/fos)

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