Aktualisiert 16.06.2017 19:58

Justins Auftritt im YB-Shirt

Muss Ravet die Nummer 10 nun an Bieber abtreten?

Im Stade de Suisse begeisterte Justin Bieber die Fans nicht nur musikalisch, sondern auch mit seinem Outfit. Für YB-Stürmer Yoric Ravet könnte dies ungeahnte Folgen haben.

von
Simon Ulrich
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Gab sich volksnah: Justin Bieber im YB-Shirt.

Gab sich volksnah: Justin Bieber im YB-Shirt.

«Ich habe mich sehr gefreut, dass ein weltweit bekannter Sänger dieses Trikot getragen hat», sagt Yoric Ravet, der für YB normalerweise mit der Nummer 10 aufläuft.

«Ich habe mich sehr gefreut, dass ein weltweit bekannter Sänger dieses Trikot getragen hat», sagt Yoric Ravet, der für YB normalerweise mit der Nummer 10 aufläuft.

Keystone/Ennio Leanza
«Als Bieber das Leibchen tatsächlich getragen hat, und das erst noch während des halben Konzerts, waren wir überrascht und hocherfreut», sagt YB-Medienchef Albert Staudenmann (r., hier mit Trainer Adi Hütter).

«Als Bieber das Leibchen tatsächlich getragen hat, und das erst noch während des halben Konzerts, waren wir überrascht und hocherfreut», sagt YB-Medienchef Albert Staudenmann (r., hier mit Trainer Adi Hütter).

Keystone/Lukas Lehmann

Dass Justin Biebers Auftritt im Stade de Suisse die Teenie-Kehlen zu Höchstleistungen antrieb, bedarf eigentlich keiner Erwähnung. Um eine zusätzliche Oktave stieg das Gekreische jedoch an, als der kanadische Popstar erstmals im Fussballer-Trikot die Bühne betrat. Es war nicht irgendeines, sondern – passend zum Schauplatz – eines der Berner Young Boys. Gleich mehrere Hits performte der 23-Jährige in Gelb-Schwarz.

Brisant: Die Nummer 10, die der Bieber auf seinem Rücken trug, ist bei YB schon vergeben. In der abgelaufenen Saison gelangen Yoric Ravet damit immerhin sechs Tore. Was meint der Sturmtank dazu, dass er die Zehn nun mit einem Superstar teilen muss? «Ich habe mich sehr gefreut, dass ein weltweit bekannter Sänger dieses Trikot getragen hat», sagt Ravet. Er habe schmunzeln müssen, als er in seinen Ferien die Fotos mit Bieber und der Nummer 10 gesehen habe.

Tänzer und Bodyguards wollten auch ein Leibchen

«Wir wussten natürlich, dass Justin Bieber ein grosser Fussball-Fan ist», sagt YB-Sprecher Albert Staudenmann. Im Vorfeld des Konzerts habe man deshalb Kontakt mit seinem Management aufgenommen und ein Leibchen für ihn drucken lassen. «Als er es dann aber tatsächlich getragen hat, und das erst noch während des halben Konzerts, waren wir überrascht und hocherfreut.» Für die Strategen-Nummer 10 habe man sich entschieden, weil auch Bieber ein «Spielmacher auf der Bühne» sei.

Mit seinem YB-Fieber steckte der Bieber offenbar auch seine Entourage an. «Nach dem Konzert fragten Tänzer, Bodyguards und Bühnenarbeiter nach Leibchen», erzählt Staudenmann. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion habe man schliesslich weitere Exemplare aufgetrieben und den neu gewonnenen YB-Fans übergeben. Ein weiterer positiver Nebeneffekt des YB-Biebers: Die Klickzahlen auf der Website des Stadtclubs schnellten in die Höhe.

Auch ein Böser war unter den Fans

Ob Ravet seine Trikot-Nummer behalten darf, bleibt indes fraglich. «Im Mannschafts-Chat wird derzeit heiss diskutiert, ob man ihm die Zehn nun wegnehmen und allein Bieber überlassen soll», sagt Staudenmann mit einem Augenzwinkern.

Justin Bieber war derweil nicht der einzige Teenie-Schwarm im Stadion. Im Publikum befand sich nämlich auch Jung-Schwinger Remo Käser. Ihn hat der Popsänger zwar nicht zum Kreischen gebracht. Der Sohn von Schwingerkönig Adrian Käser hält aber fest: «Die Songs auf dem aktuellen ‹Purpose›-Album finde ich echt cool.»

So denkt Remo Käser über Justin Bieber:

Schwinger Remo Käser über Justin Bieber

(Video: 20 Minuten)

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