Iran: Mussawi wirft Regime Vergewaltigung vor
Aktualisiert

IranMussawi wirft Regime Vergewaltigung vor

Der iranische Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi hat sich Vorwürfen angeschlossen, wonach Gefangene in Teheraner Gefängnissen sexuell missbraucht worden sein sollen.

«Diejenigen, die diese Verbrechen begangen haben, sind Schergen des Regimes», zitierte ihn die oppositionelle Internetseite Mowdschcamp am Dienstag.

Der Reformpolitiker Mehdi Karrubi hatte vorige Woche erklärt, junge Frauen und Männer, die bei den Protesten gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad festgenommen worden waren, seien im Gefängnis so brutal vergewaltigt worden, dass sich schwere Verletzungen davongetragen hätten.

Zeitung verboten

Mussawi erklärte dazu, Karrubi habe Mut bewiesen, weil er diese «grässlichen Verbrechen» bekanntgemacht habe. Regierung und Parlament haben die Vorwürfe zurückgewiesen und Karrubi Strafverfolgung angedroht, wenn er die Anschuldigungen nicht beweisen könne.

Nach den Vorwürfen war Karrubis Zeitung «Etemad Melli», das grösste Oppositionsblatt im Iran, vorübergehend verboten worden. Karrubi gehörte zusammen mit Mussawi zu den Bewerbern, die bei der Wahl am 12. Juni unterlegen waren. Die Anhänger Mussawis erkennen das Ergebnis nicht an und sprechen von Betrug.

(sda)

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