Sirenenalarm in Basel: «Mussten alle Bewohner beruhigen, was soll das?»
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Sirenenalarm in Basel«Mussten alle Bewohner beruhigen, was soll das?»

Ein Sirenentest beunruhigte am Montagmorgen die Basler Bevölkerung. Es handelte sich um einen Test, der versehentlich laut ausgelöst wurde.

von
lha
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Am Montagmorgen heulten in Basel plötzlich die Sirenen auf. (Symbolbild)

Am Montagmorgen heulten in Basel plötzlich die Sirenen auf. (Symbolbild)

Keystone/Ennio Leanza
Ein Test der Anlagen war zuvor nicht angekündigt worden.

Ein Test der Anlagen war zuvor nicht angekündigt worden.

Keystone/urs Jaudas
Laut Alert Swiss handelte es sich um einen «wöchentlichen Test», bei dem 40 Sirenen ausgelöst wurden. Dies sollte stumm erfolgen, was offenbar nicht in allen Fällen erfolgte.

Laut Alert Swiss handelte es sich um einen «wöchentlichen Test», bei dem 40 Sirenen ausgelöst wurden. Dies sollte stumm erfolgen, was offenbar nicht in allen Fällen erfolgte.

Screenshot Alert Swiss

«Entwarnung – wöchentlicher Sirentest», meldeten die Behörden am Montagmorgen via Alertswiss. Kurz nach 9 Uhr heulten in Basel zwei Mal innert weniger Minuten die Sirenen. Die Bevölkerung war augenscheinlich verunsichert.

Auf Twitter wendeten sich mehrere User an das Justiz- und Sicherheitsdepartement, die sich nicht sicher waren, ob das nun ein Fehlalarm sei. Ein Sirententest war nämlich nicht angekündigt. Ein Pfleger aus einem Basler Altersheim schrieb 20 Minuten über Whatsapp: «Hier im Pflegeheim ist die Hölle los. Wir müssen alle Bewohner beruhigen, was soll das?»

«Bei diesem Test werden 38 normale und die 2 Werksirenen stumm ausgelöst zwecks Test», hiess es bei Alertswiss weiter. Der Test am Montagmorgen war allerdings alles andere als stumm.

Das Justiz- und Sicherheitsdepartement meldete kurze Zeit später auf Twitter, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. «Der als stiller Alarm gedachte Test wurde irrtümlich scharf ausgelöst. Wir entschuldigen uns.» In einer Mitteilung wurde weiter darauf hingewiesen, dass bei Sirenenalarm grundsätzlich Radio gehört oder das Behördenportal Alertswiss aufgerufen werden soll und nicht die Einsatzzentralen der Blaulichtorganisationen angerufen werden sollen. «Diese müsse für tatsächliche Notrufe handlungfähig bleiben», heisst es.

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