Mutiert der ESC zur Softsex-Show?
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Mutiert der ESC zur Softsex-Show?

Je älter der Eurovision Song Contest, desto kürzer die Röcke der Sängerinnen. So scheint es zumindest auf den ersten Blick. Und so mancher Eurovisions-Zuschauer fragt sich: «Seit wann ist der ESC eine Softsex-Sendung?» 20 Minuten Online beleuchtet die historische Entwicklung.

Eine leicht bekleidete Frau auf allen Vieren: Mit diesem Konzept sicherte sich die Ukraine den Einzug ins Finale des Eurovision Song Contest 2008. Kein Wunder, dass der smarte Paolo Meneguzzi keine Chance hatte! Was ist eigentlich aus dem guten alten Concours geworden, als brave deutsche Mädel von ein bisschen Frieden sangen?

Zur Erinnerung - lange Zeit waren folgende Auftritte die Norm am ESC: Dicke Sänger mit Helmfrisur begleitet von Backgroundsängerinnen, die hölzerne Tanzschritte vorführten. Stellvertretend dafür der finnische Beitrag aus dem Jahr 1976: Fredi and the Friends mit «Pump Pump».

1981 war der Urknall der Erotisierung des Song Contest. Der Auftritt der Gewinner Bucks Fizz war zwar bieder genug, doch mit dem Wegreissen der Röcke (im Video bei Minute 1.30) setzten die Briten einen Standard, der fortan getoppt werden musste.

Vorläufiger Höhepunkt bleibt der isländische Beitrag aus dem Jahr 1997: Was mit einer Nahaufnahme des mit Latex bekleideten Schritts von Sänger Paul Oscar begann, fand mit den quer über das Bühnenbild drapierten Fetisch-Eisprinzessinnen seine Vollendung.

Nicht zu vergessen Tatu, die 2003 für Russland ihre Pseudolesben-Nummer abzogen. Zu diesem Zeitpunkt waren sie bereits internationale Superstars. Dementsprechend führten sie sich auch auf – und waren ordentlich beleidigt, als sie nicht gewannen.

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