Mutmasslicher Brandstifter vor Gericht
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Mutmasslicher Brandstifter vor Gericht

Der soll am 3. Januar 2003 einen Brand in einer Einstellhalle in Therwil BL gelegt haben. Der Angeklagte bestreitet die Tat.

Der Brand, den der Mann gelegt haben soll, verursachte am Gebäude sowie den abgestellten Fahrzeugen einen Schaden von rund 400 000 Franken. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, auf einem Abstellplatz Gegenstände wie Sommerreifen oder Plastikschlitten und auf einem zweiten eine Plastikfolie in Brand gesetzt zu haben.

Die Anklage stützt sich insbesondere auf die Aufzeichnungen einer in der Einstellhalle installierten Überwachungskamera. Danach soll sich der Angeklagte als letzter an den Brandausbruchstellen aufgehalten habe. Der Beschuldigte gab dagegen an, lediglich einer Maus nachgejagt sein.

In der in Therwil stattfindenden Verhandlung diagnostizierte der psychiatrische Gutachter bei dem Angeklagten eine schwere Persönlichkeitsstörung. Der Mann war seit seiner Jugend immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. Er gab sich sehr verbittert darüber, ein Jahr unschuldig in Untersuchungshaft gesessen zu haben.

Der heute 33-jährige Mann hatte nie eine Berufslehre abgeschlossen. Eine angefangene Lehre als Krankenpfleger hatte er nach eigenen Angaben wegen starkem Cannabiskonsum abgebrochen. Später geriet er auch in die Heroinabhängigkeit. Zuletzt lebte er von einer IV-Rente. Das Gericht will das Urteil am Freitag fällen.

(sda)

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