Aktualisiert 13.02.2009 14:42

BuschbrändeMutmasslicher Brandstifter wird befragt

Nach dem Feuerinferno in Australien hat die Polizei einen mutmasslichen Brandstifter festgenommen. Der Mann wurde am Freitag wegen Brandstiftung mit Todesfolge angeklagt und in Haft genommen.

Um den Verdächtigen vor der öffentlichen Wut zu schützen, wurde er nach Polizeiangaben aus der Nähe von Churchill nach Melbourne gebracht. Das Feuer bei Churchill, für das der Festgenommene verantwortlich gemacht wird, hat den Ermittlern zufolge mindestens 21 Menschen das Leben gekostet.

Der Mann, der zudem wegen Besitzes von Kinderpornografie angeklagt wurde, soll nach Berichten des australischen Rundfunksenders ABC psychiatrisch untersucht werden. Ihm droht eine langjährige Haft.

In der Feuerwalze im Süden Australiens liessen am vergangenen Wochenende mindestens 181 Menschen ihr Leben. Die Suche nach weiteren Opfern ging aber auch eine Woche nach dem Ausbruch der Feuer noch weiter. Die Zahl der zerstörten Häuser gaben die Behörden am Freitag mit mehr als 1800 an. Rund 7000 Menschen verloren ihr Zuhause oder konnten bislang noch nicht in ihre Häuser zurückkehren.

Die Feuerwehr kämpfte unterdessen noch immer gegen möglicherweise wiederaufflammende Brandherde. Nahe Healesville fanden die Flammen neue Nahrung, und dichter Rauch lag über der Stadt.

Die Regierung sagte Unterstützung in Höhe von mehr als 75 Millionen Australischen Dollar (38 Millionen Euro) für die Opfer der Katastrophe zu. Ministerpräsident Kevin Rudd erklärte, ein Teil der Menschen, die in den Flammen ihre Wohnung verloren hatten, sollten vorübergehend in Militäreinrichtungen unterkommen.

Am Donnerstag wurden bereits zwei Männer vorübergehend festgenommen, die in einem am Wochenende niedergebrannten Gebiet nahe der Stadt Yea im Staat Victoria durch verdächtiges Verhalten aufgefallen waren. Nach eingehender Befragung wurden sie aber wieder auf freien Fuss gesetzt.

(dapd)

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