16 Jahre nach der Tat: Mutmasslicher Giftmörder von Kreml-Gegner stirbt an Corona-Erkrankung
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16 Jahre nach der TatMutmasslicher Giftmörder von Kreml-Gegner stirbt an Corona-Erkrankung

Im Jahr 2006 starb der ehemalige KGB-Geheimagent und Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko (44) qualvoll an den Folgen einer Vergiftung mit dem radioaktiven Stoff Polonium. Nun erlag einer seiner mutmasslichen Mörder den Folgen einer Corona-Erkrankung.

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Alexander Litwinenko starb nach der Vergiftung unter grossen Qualen in einem Londoner Spital.

Alexander Litwinenko starb nach der Vergiftung unter grossen Qualen in einem Londoner Spital.

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Als einer seiner beiden mutmasslichen Mörder wurde Dmitri Kowtun identifiziert.

Als einer seiner beiden mutmasslichen Mörder wurde Dmitri Kowtun identifiziert.

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Die beiden Ex-KGB-Agenten Andrei Lugowoi (l.) und Dmitri Kowtun nehmen während einer Pressekonferenz am ersten Jahrestag des Todes von Alexander Litwinienko Stellung zu ihrer Rolle im Fall.

Die beiden Ex-KGB-Agenten Andrei Lugowoi (l.) und Dmitri Kowtun nehmen während einer Pressekonferenz am ersten Jahrestag des Todes von Alexander Litwinienko Stellung zu ihrer Rolle im Fall.

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Darum gehts

Fast 16 Jahre nach dem Giftmord am Kreml-Gegner Alexander Litwinenko in London ist der von der britischen Justiz beschuldigte tatbeteiligte Dmitri Kowtun tot. Der Geschäftsmann sei im Alter von 57 Jahren an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben, berichtete die russische Staatsagentur Tass am Samstag. Kowtun, der zeitweise in Deutschland gelebt hatte, soll Litwinenko mit dem radioaktiven Isotop Polonium 210 vergiftet haben. Der ebenfalls tatverdächtige Andrej Lugowoj, der in Russland Parlamentsabgeordneter ist, bestätigte die Todesmeldung in seinem Nachrichtenkanal bei Telegram.

«Mein enger und treuer Freund Dmitri Kowtun ist vorzeitig aus dem Leben geschieden. Das ist für uns ein unersetzbarer und schwerer Verlust», sagte Lugowoj. Er und Kowtun werden von der britischen Justiz verdächtigt, den früheren russischen Geheimdienstmitarbeiter Litwinenko 2006 mit dem radioaktiven Stoff Polonium 210 getötet zu haben. Litwinenko beschuldigte vom Krankenbett aus Kremlchef Wladimir Putin, hinter dem Mordanschlag zu stehen. Er starb im November 2006 unter schlimmsten Qualen an den Folgen der Verstrahlung.

Gift im Tee verabreicht

Die Bilder des sichtlich gezeichneten Strahlenopfers gingen damals um die Welt. Kowtun, Lugowoj und die russischen Behörden bestritten, etwas mit dem Tod zu tun zu haben. Der frühere Geheimdienstler Lugowoj und Kowtun hatten sich mit Litwinenko im Hotel Millennium im schicken Londoner Stadtteil Mayfair zu einem Tee getroffen. Dort wurde Litwinenko, der im Kreml als Verräter galt, einem britischen Untersuchungsbericht zufolge, vergiftet.

Vor dem Anschlag hatte Kowtun seine deutsche Ex-Frau in Hamburg besucht und zog dabei, wie sich später herausstellte, eine Spur von Polonium durch die Stadt. Der Offizier hatte 1991 in Deutschland Asyl beantragt. Wie Lugowoj kehrte er nach der Tat nach Russland zurück und entzog sich der britischen Justiz. Die Haftbefehle gegen ihn und Lugowoj konnten nie vollstreckt werden. 

Litwinenko gehörte zu den schärfsten Kritikern des Kremls. Unter anderem hatte er den Inlandsgeheimdienst FSB, für den er gearbeitet hatte, beschuldigt, für Bombenanschläge auf Wohnhäuser in Russland verantwortlich zu sein, die 1999 einen Vorwand für den zweiten Tschetschenien-Krieg liefern sollten.

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(DPA/trx)

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