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Samstagern ZHMutmasslicher Mörder soll 20 Jahre hinter Gitter

Ein Rumäne (33) soll wegen eines Streits einen Landsmann am Arbeitsplatz getötet haben. Am Dienstag muss er wegen Mordes vor dem Gericht antraben. Es drohen ihm 20 Jahre Gefängnis und 15 Jahre Landesverweis.

von
Boqaj Frrok
Dem Angeklagten drohen 20 Jahre Haft.

Dem Angeklagten drohen 20 Jahre Haft.

Screenshot Video 20 Minuten

Ein 33-jähriger Rumäne muss sich am Dienstag wegen Mordes vor dem Bezirksgericht Horgen verantworten. Er soll im September 2018 in Samstagern ZH einen Landsmann in der Garage, in der beide arbeiteten, getötet haben. Laut Anklage stach der Beschuldigte mit einer selbst gebastelten Stichwaffe mindestens 15 Mal auf sein Opfer ein. Die Staatsanwaltschaft fordert 20 Jahre Gefängnis und 15 Jahre Landesverweis: «Beim geschilderten Einstechen und Einschneiden mit der Stich- und Schnittwaffe auf den Verstorbenen handelte der Beschuldigte insbesondere deshalb skrupellos, weil er dem Verstorbenen (...) in besonders grausamer Weise unnötige physische und psychische Leiden zufügte, einer Massakrierung gleichkommend (...)», schreibt die Staatsanwaltschaft.

Laut Anklage kam es vor der Tat am Arbeitsplatz – wo die beiden auch wohnten – zu einem Streit. Auf Beschimpfungen soll eine wüste Schlägerei gefolgt sein. Das spätere Opfer soll dem Beschuldigten in seiner eigenen Wohnung mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, sodass sich der Beschuldigte eine blutige Nase zugezogen hätte. Mitten in der Nacht habe sich dann der mutmassliche Mörder gerächt, indem er sein gleichaltriges Opfer erstochen habe, während dieses noch geschlafen habe.

Die Verteidigung wird einen Freispruch beantragen, mangels Beweisen.

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