Muttenzerkurve ist besser als ihr Ruf

Aktualisiert

Muttenzerkurve ist besser als ihr Ruf

Die negativen Meldungen über FCB-Fans haben stark abgenommen. Beim Klub sieht man sich auf dem richtigen Weg.

von
Jonas Hoskyn
FCB-Fans haben in jüngster Zeit kaum noch für Zoff gesorgt. (Foto: Keystone)

FCB-Fans haben in jüngster Zeit kaum noch für Zoff gesorgt. (Foto: Keystone)

Schon lange war es nicht mehr so ruhig um die FCB-Fans wie jetzt. Abgesehen vom Scharmützel mit den Bayern-Fans blieb es die ganze Vorrunde ruhig. Und der Trend hält schon länger an: Die letzten nennenswerten Vorfälle im Umfeld eines FCB-Spiels liegen Monate zurück. Auch die Zahl der ausgesprochenen Stadionverbote sind rückläufig. Einen Hauptgrund für diese Entwicklung sieht Thomas Gander von der Fanarbeit im neuen Verhältnis zwischen Vereinsleitung und Muttenzerkurve: «Es wurde eine Vertrauensbasis geschaffen, die die Fankultur anerkennt und so auch gewalteindämmend wirkt.» Dies funktioniert vor allem über jede Menge Einsatz: So gibt es regelmässige Treffen zwischen Fans, Fanarbeit, dem FCB und der Polizei. «Wir wollen einen offenen Diskurs mit den Fans und ihnen zeigen, dass wir sie ernst nehmen», so FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler.

Auch die FCB-Fans selbst tragen ihren Teil dazu bei. So gibt es immer wieder Flugblätter und Aufrufe per Megafon gegen Sachbeschädigung. Weiter habe die Muttenzerkurve in letzter Zeit viel Wert auf Kreativität und Liedgut gelegt, so Gander. «Eine Gruppe Chorknaben wird die Kurve sicherlich nie werden, aber wenn die Freude am Fansein im Zentrum steht und nicht die Diskussion um neue drohende Massnahmen, findet man eine entspanntere Situation vor», so Gander.

Weiterer FCZ-Chaot ermittelt

Die Staatsanwaltschaft hat am Wochenende ein weiteres Fahndungsfoto aus der Liste der gesuchten FCZ-Chaoten vom Netz genommen. Damit sind nur noch sechs der ursprünglich 17 Ausgeschriebenen nicht identifiziert. Acht Gesuchte hatten sich gleich zu Beginn gestellt, drei konnten aufgrund von Zeugenaussagen ermittelt werden. Dazu kommen noch 31, die schon vor der Internetfahndung von Zürcher Szenekennern identifiziert werden konnten. Alle werden dringend verdächtigt, beim Cup-Achtelfinal vom 20.11.2009 im St.-Jakob-Park gewütet zu haben. Dabei wurden mehrere Personen verletzt, es entstand grosser Sachschaden.

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