Aktualisiert 10.04.2014 16:33

UnterengstringenMutter aus U-Haft entlassen – Verdacht bleibt

Die Mutter, die zusammen mit ihrem Sohn bei Unterengstringen ZH aus der Limmat gerettet worden ist, wird aus der U-Haft entlassen. Der Verdacht auf einen Tötungsversuch bleibt.

In der Nähe der Engstringerbrücke wurden Mutter und Kind am 7. März aus der Limmat geborgen.

In der Nähe der Engstringerbrücke wurden Mutter und Kind am 7. März aus der Limmat geborgen.

Der 24-Jährigen wird vorgeworfen, ihren Buben in die Limmat gestossen zu haben, um ihn zu töten. Unklar sei, ob sie allenfalls zusammen mit dem Kind aus dem Leben scheiden wollte, sagte Thomas Meyer vom Zürcher Obergericht am Donnerstag zur Nachrichtenagentur sda.

Zwei Spaziergänger hatten die beiden am 7. März aus dem Wasser gezogen, nachdem sie Hilferufe vernommen hatten. Nach dem Vorfall wurde die Frau festgenommen.

Sofortige Entlassung angeordnet

Gegen die Untersuchungshaft reichte die junge Mutter Beschwerde ein. Diese wurde nun von der III. Strafkammer des Obergerichts gutgeheissen. Der Tatverdacht bleibe bestehen, es liege aber keine Flucht- und keine Kollusionsgefahr vor, welche eine weitere Untersuchungshaft rechtfertigen würde, heisst es in einer Mitteilung des Obergerichts. Das Gericht ordnete die sofortige Entlassung an.

Der 4-Jährige ist an einem sicheren Ort untergebracht. Es erhielt einen Beistand, wie Meyer sagte. In Haft gebar die Frau ein zweites Kind. Die Geburt kam überraschend. Wie es hin und wieder vorkomme, habe man der Frau nicht angesehen, dass sie schwanger war, so Meyer. (sda)

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