Aktualisiert 06.03.2010 23:00

Fall BonstettenMutter des getöteten Florian will klagen

Der Kindstötungsfall Florian zieht weitere Kreise: Die Mutter des von seinem Vater in einem Hotel in Winterthur getöteten Knaben will gerichtlich gegen die Behörden der Gemeinde Bonstetten vorgehen.

Die Behörden von Bonstetten ZH haben dem vorbestraften, psychisch angeschlagenen Vater das Kind in die Obhut gegeben, obwohl ein Gutachten eine weitere Bluttat nicht explizit ausschloss. Das zeigen Recherchen der «SonntagsZeitung».

Jetzt will die Brasilianerin, die am Freitag ihren vierjährigen Sohn beerdigen musste, nachdem Vater Gustav G., 60, diesen in einem Winterthurer Hotel getötet hatte, gerichtlich gegen die verantwortlichen Behördenmitglieder vorgehen. Sie hat ihren gegenwärtigen Anwalt Burkard Wolf damit beauftragt, eine Schadenersatz- und Genugtuungsklage gegen die Gemeinde vorzubereiten.

Sie sei, sagt die trauernde Mutter der «SonntagsZeitung», wütender auf die Gemeinde als auf den Ex-Partner, der ihr Kind tötete. Die Gemeinde habe ihre berechtigten Bedenken und ihre Ohnmacht nicht ernst genommen. Für Montag hat die Mutter des getöteten Florian eine Pressekonferenz angekündigt, zu der auch brasilianische Medien erwartet werden.

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