Retterin in der Not – Mutter kann Medizin für Kind nicht bezahlen – Fremde hilft spontan
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Retterin in der Not Mutter kann Medizin für Kind nicht bezahlen – Fremde hilft spontan

Als einer Balsthalerin das Geld für Antibiotikum für ihre Tochter nicht reicht, zückt eine fremde Frau ihre Bankkarte. «Das war nicht selbstverständlich», sagt die dankbare Mutter.

von
Zoé Stoller
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Patricia Webers Tochter litt an einer Entzündung eines Zahns und hatte starke Schmerzen.

Patricia Webers Tochter litt an einer Entzündung eines Zahns und hatte starke Schmerzen.

Patricia Weber
Der Zahnarzt gab der Mutter daraufhin ein Rezept für ein Antibiotikum, das sie in der Apotheke abholen sollte. 

Der Zahnarzt gab der Mutter daraufhin ein Rezept für ein Antibiotikum, das sie in der Apotheke abholen sollte.

20min/Simon Glauser (Symbolbild)
Weil sie nicht genug Geld für das Medikament hatte, half ihr eine fremde Kundin aus und beglich den Betrag.

Weil sie nicht genug Geld für das Medikament hatte, half ihr eine fremde Kundin aus und beglich den Betrag.

Patricia Weber

Darum gehts

  • Eine Frau aus dem Kanton Solothurn brauchte Medizin für ihre Tochter.

  • Als sie diese in der Apotheke bezahlen musste, konnte sie das Geld dafür nicht aufbringen.

  • Eine fremde Frau zeigte sich hilfsbereit und übernahm den Betrag für die Arznei.

In der vergangenen Woche klagte Patricia Webers Tochter über starke Zahnschmerzen und musste deshalb notfallmässig zum Zahnarzt. Dieser verschrieb dem Mädchen ein Antibiotikum, welches in der Apotheke in Balsthal SO abgeholt werden musste. Nachdem Weber bereits die Zahnarztrechnung direkt bezahlt hatte, war sie nicht imstande, das Medikament zu finanzieren. Sie wusste, die Krankenkasse würde den Betrag nicht übernehmen, denn die Zahnversicherung gehört nicht zum Grundkatalog.

Zudem können Apotheken Zahnarztrezepte nicht direkt an die Krankenkasse verrechnen. Das müssen Patientinnen und Patienten selber tun.

Wie der Leiter der Balsthaler Apotheke zu 20 Minuten sagt, habe man Patricia Weber vorgeschlagen, das Medikament auf Rechnung vorzustrecken, damit die Therapie umgehend begonnen werden kann.

«Ich war wahnsinnig dankbar»

«Ratlos stand ich an der Kasse und erklärte, ich könne die Summe nicht bezahlen. Eine andere Kundin streckte daraufhin einfach ihre Karte hin und meinte, sie sei auch schon in einer ähnlichen Situation gewesen», erzählt Weber. «Ich war wahnsinnig dankbar, vor allem weil meine Tochter das Antibiotikum dringend benötigte. Sie hatte die ganze Nacht nicht geschlafen und litt unter starken Schmerzen. Ohne die Helferin hätte ich meine Kleine ohne Arzneimittel wieder nach Hause bringen müssen.»

Die Mutter habe die fremde Frau nach ihrer Telefonnummer gefragt und ihr gleich angeboten, das Geld so bald wie möglich zurückzuzahlen. Dies habe Weber nach einigen Tagen gemacht. «Ich bin sehr froh, dass mir die Frau in der Not geholfen hat. Solche Leute sind heute selten. Das war nicht selbstverständlich», sagt die Solothurnerin zu 20 Minuten.

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