Aktualisiert 22.05.2020 15:10

Mutter mit zwei Kindern überfahren

«Es kommt immer wieder zu Unfällen an dieser Strasse»

Auf einem Zebrastreifen in Effretikon erfasste am Donnerstag ein Lenker (62) eine Mutter (30) und ihre beiden Kleinkinder. Sie wurden hospitalisiert und befinden sich in «stabilem Zustand».

von
Claudius Seemann, Pascal Michel, Till Burgherr

In Effretikon ereignete sich am Donnerstagabend auf der Illnauerstrasse ein tragischer Unfall: Ein 62-jähriger Autofahrer überfuhr eine Mutter mit zwei Kindern, die den Fussgängerstreifen überqueren wollte. Die 30-jährige Frau erlitt mittelschwere Verletzungen. Der einjährige Sohn und die dreijährige Tochter wurden leicht verletzt. Der Fahrer des Offroaders blieb unverletzt. Der Unfall schreckte auch eine Angestellte eines nahegelegenen Restaurants auf: «Ich hörte einen lauten Knall und schreiende Kinder.» Kurz darauf seien Polizei und Rettungsdienst eingetroffen.

Nach der Erstversorgung vor Ort wurden die Verletzten mit zwei Rettungswagen und einem Rettungshelikopter in Spitalpflege gebracht. Die Strasse verläuft am Unfallort über eine längere Strecke gerade. Laut Anwohnern habe der Durchgangsverkehr in den letzten Jahren deutlich zugenommen. «Es kommt immer mal wieder zu Unfällen an dieser Strasse», sagt ein Anwohner zu 20 Minuten. «Es ist dort gefährlich, auch weil die Autos relativ schnell fahren.»

Stabiler Zustand

Auf Anfrage von 20 Minuten schreibt die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, dass die Mutter und die beiden Kinder in gesundheitlich stabilem Zustand seien. «Es ist gemäss den aktuellen Erkenntnissen nicht von schweren Verletzungen auszugehen.» Details zum Unfallhergang gibt die Staatsanwaltschaft nicht bekannt, weil es sich um ein laufendes Verfahren handle. Die Ermittlungen laufen aber auf Hochtouren, wie 20 Minuten weiss: Die Polizei hat im Umfeld des Unfallortes das Material von Videoüberwachungskameras gesichtet.

«Der Lenker war zum Unfallzeitpunkt weder alkoholisiert noch, soweit zum jetzigen Zeitpunkt beurteilbar, psychisch angeschlagen», erklärt die Staatsanwaltschaft weiter. Der Lenker sei nie in Haft gewesen. Zum Zustand des Lenkers heisst es nur, es hätten sich nach dem Unfall keine Anzeichen eines Schocks, soweit beurteilbar, gezeigt. «Wie bei solchen Verkehrsunfällen üblich stehen die Tatbestände der fahrlässigen Körperverletzung und der Verkehrsregelverletzungen im Vordergrund.»

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