Aadorf - Mutter sucht für ihren Sohn ein Töffli und wird mit Spende überrascht
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AadorfMutter sucht für ihren Sohn ein Töffli und wird mit Spende überrascht

Der Sohn der 42-jährigen Sandy wünscht sich ein Töffli. Die Mutter machte auf Facebook einen Aufruf, dabei spendete ein Mann spontan 500 Franken für die Erfüllung des Wunsches.

von
Michel Eggimann
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Der 14-jährige Sohn von Sandy aus Aadorf wünscht sich Nichts mehr als ein Töffli.

Der 14-jährige Sohn von Sandy aus Aadorf wünscht sich Nichts mehr als ein Töffli.

Privat
Er will damit mit Freunden auf Ausflüge gehen.

Er will damit mit Freunden auf Ausflüge gehen.

imago/Bild13
Sieben seiner engsten Freunde hätten ein Töffli geschenkt bekommen.

Sieben seiner engsten Freunde hätten ein Töffli geschenkt bekommen.

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Darum gehts

  • Sandy (42) aus Aadorf sucht nach einem Töffli für ihren Sohn.

  • Da das Budget dafür begrenzt ist, machte sie einen Facebook-Post.

  • Durch den Post hoffte sie auf Tipps.

  • Doch ein Mann spendete der Mutter und ihrem Sohn spontan 500 Franken.

  • Die Mutter reagierte darauf überwältigt.

Der 14-jährige Sohn von Sandy aus Aadorf hat einen grossen Wunsch: Er möchte ein Töffli. Seine Mutter erklärt: «Sieben gute Freunde von ihm haben ein Töffli bekommen. Mein Sohn möchte mit ihnen zusammen Ausflüge machen und deshalb auch eins haben.» Doch das Budget der alleinerziehenden Mutter von drei Kindern ist beschränkt. Sie will aber den Wunsch ermöglichen und hat deshalb in einer regionalen Facebook-Gruppe einen Beitrag verfasst. «Da er den grössten Teil selber zahlen muss, suche ich für ihn ein günstiges Töffli, das aber fahrbereit ist. Hat vielleicht jemand eines zum Verkaufen?», so die Worte der 42-Jährigen.

Sohn lernt wie wild

Sandy ist bereit, 400 Franken auszugeben, der Sohn habe selbst 200 Franken, die er investieren kann und das restliche Geld könne sie ihm vorschiessen. Somit kam ein Preis bis maximal 1200 Franken in Frage. «Doch die Suche gestaltete sich zu Beginn sehr schwierig. Ich bekam einige Angebote, doch die Töfflis waren allesamt zu teuer», so die Aadorferin. Oder sie seien zwar innerhalb des Budgets gewesen, aber frisiert. Und das kommt weder für die Mutter noch für ihren Sohn in Frage.

«Ich bin überrascht gewesen, wie teuer ein ordentliches Töffli heutzutage ist. Als ich noch jünger war, waren die Preise noch viel tiefer», so Sandy. Doch ihr Sohn wolle unbedingt ein Töffli und verzichte deshalb auch auf ein neues Velo. Die Mutter sagt: «Er lernt wie wild für die theoretische Prüfung. Wenn er alles dafür macht, will ich ihm nicht im Weg stehen.» Deshalb habe sie auch den Facebook-Post gemacht. Dieser entpuppte sich als Glücksgriff. Zwar hat die 42-Jährige noch kein passendes Fahrzeug für ihren Sohn gefunden, aber das Budget konnte erhöht werden.

Mutter von Spende überwältigt

Ein Mann hat sich unter dem Beitrag erkundigt, wie viel Geld für ein neues Töffli zur Verfügung steht. Darauf hat die Mutter die Situation geschildert. Dann schrieb der Mann: «Ich spende ihm 500 Franken. Ich war mal in der gleichen Situation.» Er habe selbst keine Kinder und ihm gehe es gut, deshalb gebe er gerne etwas ab, wenn er so eine Freude bereiten könne.

Das Geld hat die 42-Jährige mittlerweile erhalten. Sie ist überwältigt: «Ich war sprachlos. Eine weitere Person hat mir auch noch eine Spende angeboten. Ich selbst habe nie in diese Richtung gedacht. Ich bin nur auf der Suche nach einem Töffli.» Der Spender reagierte auf den Dank von Sandy selbstlos und meint lediglich: «Das mache ich gerne und viel Glück bei der Suche.» Auf Facebook bekam er viel Lob für seine Grosszügigkeit. Jemand schrieb etwa: «Du hast mir gerade den Glauben ans Gute im Menschen zurückgegeben. Danke, dass du so selbstlos einen jungen Burschen unterstützt.»

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