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Lachen SZMutter und Kind von Sandbank gerettet

Schreckensmoment für eine Mutter und ihre Tochter: Als sie auf einer Sandbank in Lachen waren, stieg plötzlich die Wägitaleraa an. Ein Fall für den Seerettungsdienst.

von
Daniela Gigor

Im Video sehen Sie, wie es im Aahorn in Lachen aussieht.

Eine Frau ist mit ihrem Töchterchen am Mittwochabend im Aahorn in Lachen auf eine Sandbank gegangen. Weil das Wasser der Wägitaleraa später anstieg, konnten sie nicht mehr zurück aufs Land. «Die Kantonspolizei Schwyz hat uns um 19.05 Uhr informiert und wir sind mit dem Rettungsboot und einem motorisierten Schlauchboot ausgerückt», sagt Patrick Binda, Obmann des Seerettungsdienstes Pfäffikon.

Da das Wasser im Aahorn nicht tief genug für das Rettungsboot ist, musste der Seerettungsdienst die Frau und das Kind mit dem Schlauchboot aus ihrer misslichen Lage befreien. Dann wurden die beiden auf das Rettungsboot gebracht. Binda: «Verletzt war niemand, aber die Frau war vom Erlebnis aufgewühlt.» Die Rettungsaktion endete mit einer Fahrt nach Lachen: Dort wurden die beiden bereits erwartet – vom Mann, respektive Vater.

Schilder weisen auf eine mögliche Gefahr hin

Laut Binda kamen Mutter und Tochter in diese Situation, weil das höher gelegene Kraftwerk Wägital Wasser aus dem Stausee abgelassen hatte. Dies bestätigt Alfred Züger, Geschäftsleiter des Kraftwerks: «Das Wasser zwei bis dreimal täglich zur Stromproduktion abzulassen ist ein ganz normaler Betriebsablauf.» Laut Züger ist es aber nicht so, dass das Wasser flutartig steigen würde. Vielmehr steige es allmählich an.

Es gebe auch Schilder, die unübersehbar darauf hinweisen würden, dass die Wägitaleraa ansteigen könne. Die betroffene Frau sagte allerdings gegenüber Binda, «dass sie die Schilder nicht gesehen habe». An einen ähnlichen Rettungsfall wie am Mittwoch kann sich der Obmann des Seerettungsdienstes in den letzten Jahrzehnten nicht erinnern.

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