Hunderttausende Franken ergaunert – Mutter und Sohn betrügen mit falschen Pornos und falscher Liebe
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Hunderttausende Franken ergaunertMutter und Sohn betrügen mit falschen Pornos und falscher Liebe

Um sich einen luxuriösen Lebensstil zu ermöglichen, haben ein 70-jährige Frau und ihr 33-jähriger Sohn etwa gefälschte Porno-Bilder verkauft und Heiratsschwindel betrieben. Nun sollen sie in Luzern vor Gericht.

von
Daniela Gigor
Vor dem Luzerner Kriminalgericht sollen sich eine Mutter (70) und ihr Sohn (33) verantworten, weil sie unter anderem mit Heiratsschwindel mehrere hunderttausend Franken ergaunert haben sollen.  Für beide gilt die Unschuldsvermutung. 

Vor dem Luzerner Kriminalgericht sollen sich eine Mutter (70) und ihr Sohn (33) verantworten, weil sie unter anderem mit Heiratsschwindel mehrere hunderttausend Franken ergaunert haben sollen. Für beide gilt die Unschuldsvermutung.

Luzerner Gerichte 

Darum gehts

  • Die Staatsanwaltschaft Luzern hat die Verfahren gegen eine 70-jährige Frau und ihren 33-jährigen Sohn abgeschlossen.

  • Ihnen wird vorgeworfen, dass sie unter anderem gefälschtes pornografisches Bildmaterial verkauft und Heiratsschwindel betrieben haben sollen. Dies um sich einen luxuriösen Lebensstil zu ermöglichen.

  • Die Staatsanwaltschaft fordert je eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren und Geldstrafen.

  • Für beide Beschuldigte gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat die Verfahren gegen eine 70-jährige Frau und ihren 33-jährigen Sohn abgeschlossen. Um sich einen luxuriösen Lebensstil zu ermöglichen, haben die beiden Beschuldigten unter anderem gefälschtes pornografisches Bildmaterial verkauft und Heiratsschwindel betrieben. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie damit mehrere hunderttausend Franken ergaunert haben. Die Staatsanwaltschaft hat Mutter und Sohn beim Kriminalgericht des Kantons Luzern angeklagt. Sie fordert je eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren und Geldstrafen.

Im Jahr 2016 starteten die Beschuldigten ihr Geschäft mit dem Verkauf von pornografischem Material. Bis zu ihrer Verhaftung im Oktober 2018 haben sie pornografisches Material von einer kanadischen Website heruntergeladen und dieses Material anschliessend auf einschlägigen Websites als «eigenes Material» verkauft. Sie gaben sich gegenüber den Käufern als die betreffenden Frauen aus und führten die Käufer so hinters Licht. Auf diese Weise ergaunerten Mutter und Sohn mehrere hunderttausend Franken.

Dem Sohn wird vorgeworfen, dass er sich, mit Unterstützung seiner Mutter, einem Mann gegenüber als junge Frau ausgegeben hat, um anschliessend via Whatsapp ein Vertrauensverhältnis zu diesem Mann aufzubauen. Er hat dem Opfer eine Liebesbeziehung vorgegaukelt, und ihn dann um mehrere tausend Franken erleichtert .

70-Jährige soll Senioren mit Kontaktinseraten ausgenutzt haben

Der 70-Jährigen wird zudem mehrfache Heiratsschwindelei vorgeworfen. Gemäss Anklageschrift soll sie mit dem Ziel, einen vermögenden Mann zu finden, Kontaktinserate geschalten haben, um dann beziehungswillige Senioren auszunutzen. Auf diese Art und Weise soll sie mehrere hunderttausend Franken eingenommen haben.

Darüber hinaus werden den beiden Beschuldigten Versicherungsbetrug, unrechtmässiger Bezug von Sozialhilfe und Sozialversicherungsleistungen, Pfändungsbetrug, Urkundenfälschungen und weitere Delikte vorgeworfen. Das beschuldigte Betrügerduo konnte sich mit dem ergaunerten Geld einen luxuriösen Lebensstil leisten. Im Verfahren hat die Staatsanwaltschaft zwei Luxusautos beschlagnahmt. Zudem wurden bei einer Hausdurchsuchung Geld, mehrere wertvolle Uhren und teurer Schmuck sichergestellt.

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat die beiden Anklagen zur Beurteilung an das Kriminalgericht des Kantons Luzern überwiesen. Wann die Verhandlung stattfindet ist noch offen. Für beide Beschuldigte gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.

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