Aktualisiert 03.11.2009 13:25

Trauriges SchicksalMutter und Vater streiten um das Leben ihres Babys

Am Fall von Baby RB scheiden sich die Gemüter. Das Kind wurde mit einer schweren Behinderung geboren. Während die Mutter dafür plädiert, die lebenserhaltenden Massnahmen zu stoppen, will der Vater sein Kind am Leben erhalten – um jeden Preis.

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Baby RB, wie das Kind in den Medien genannt wird, wurde mit dem sogenannten kongenitalen myasthenen Syndrom (CMS) geboren, einer seltenen Krankheit, die es ihm nicht erlaubt, selbstständig zu atmen. Die Mutter will das Beatmungsgerät abstellen lassen - ein Entscheid im Sinne der Ärzte. Auch sie sehen keine Hoffnung, dass sich die Kondition des Kindes jemals bessern wird. «Das Leben des Kindes ist elend und sehr schmerzhaft», sagte ein Anwalt des Spitals gegenüber dem Nachrichtenportal CNN.

«Das Kind leidet unter einer schweren Muskelschwäche und Atemproblemen. Die Krankheit wird schlimmer», erklärt das Spital in einer Mitteilung. Baby RB sei bereits dreimal von der Beatmungsmaschine gelöst worden. Das erste Mal konnte es 40 Minuten lang alleine atmen, das zweite Mal nur 30 Minuten und das dritte musste es nach knapp fünf Minuten wieder angeschlossen werden.

Vater vs. Mutter

Sobald das Kind nicht atmet, füllen sich seine Lungen mit Flüssigkeit, die herausgesaugt werden muss, schreibt das Spital in der Mitteilung weiter. Der Vorgang sei für das Baby sehr schmerzhaft. Doch für den Vater ist dies kein Grund die Maschine abzuschalten. Sein Kind, das jetzt jährig ist, könne auf seine Umwelt reagieren, sagt er. Es spiele und erkenne seine Eltern, so der Vater weiter. Die Anwälte des Vaters wollen vor Gericht ein Video vorspielen, das dies beweisen soll.

Inzwischen soll ein US-Spezialist abklären, ob ein Luftröhrenschnitt das Leben von BP erhalten könnte. «Das würde dem ganzen Fall einen neuen Blickwinkel geben», erklärten die Anwälte des Spitals. Der zuständige Richter ordnete eine rasche Abklärung an.

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