Winterthur - Mutter wartet zwei Stunden auf ihren Sohn (6) – Eltern kritisieren Schulbusfirma
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WinterthurMutter wartet zwei Stunden auf ihren Sohn (6) – Eltern kritisieren Schulbusfirma

«Eurobus» fährt neuerdings Winterthurer Kinder zur Schule. Eltern schildern jedoch verschiedene Probleme mit dem Transportdienst. Die Firma verspricht Besserung.

von
Lynn Sachs
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Die Firma «Eurobus» fährt seit Ende der Sommerferien Kinder in die Schule.

Die Firma «Eurobus» fährt seit Ende der Sommerferien Kinder in die Schule.

Tamedia/Madeleine Schoder
Wie Eltern berichten, haben sich die Fahrer jedoch schon mehrmals verfahren und kamen zu spät.

Wie Eltern berichten, haben sich die Fahrer jedoch schon mehrmals verfahren und kamen zu spät.

Getty Images/Westend61
Eurobus will sich bessern. Neu drucken sie jegliche Pläne für ihre Fahrer aus. 

Eurobus will sich bessern. Neu drucken sie jegliche Pläne für ihre Fahrer aus.

Tamedia/Madeleine Schoder

Darum gehts

  • Die Eltern von Winterthurer Schülerinnen und Schüler beklagen sich über den neuen Schülertaxi-Service.

  • Der Schülertransport von Eurobus habe sich bereits mehrmals verfahren, erscheine mit Verspätung oder tauche erst gar nicht auf.

  • Die Firma kennt die Probleme und will sich bessern.

Verfahren, Verspätung oder nicht aufgetaucht: Der neue Winterthurer Schulbus-Service von «Eurobus» erntet bereits nach wenigen Tagen harsche Kritik. Wie der «Tages Anzeiger» berichtet, kam es bei dem Dienst in den letzten Tagen zu mehreren technischen und organisatorischen Problemen. Eine Mutter erzählt im Artikel, dass sie am Mittwoch zwei Stunden auf ihren sechsjährigen Sohn warten musste. «Ich hatte panische Angst um meinen Sohn und habe mir alles Mögliche vorgestellt», sagt sie.

Der Sechsjährige hätte vom Kindergarten, der nur wenige Minuten entfernt sei, abgeholt und nach Hause gebracht werden sollen. Obwohl die Mutter in einer App habe nachverfolgen können, dass ihr Sohn in den Bus eingestiegen sei, sei er nicht zu Hause angekommen. Nach mehreren Telefonaten mit der Transportfirma habe die Mutter die Polizei kontaktiert. Wie sich herausstellte, habe sich der Chauffeur verfahren.

Eurobus beschliesst «Notfallmassnahme»

Weitere Elternberichte zeigen ähnliche Erfahrungen. Eine Mutter berichtet, dass bei einer Fahrt mehrere Kinder zu weinen begonnen hätten. Grund: Der Fahrer habe den Weg nicht gefunden. Erst als die Eltern dem Chauffeur telefonisch den Weg erklärten, seien die Kinder ans Ziel gekommen. Zudem käme der Schülertransport seit Schulbeginn oftmals verspätet oder tauche gar nicht erst auf, sagt ein Vater.

Gegenüber dem «Tages Anzeiger» sagte Eurobus, dass man sich den Problemen bewusst sei. Man habe diverse Rückmeldungen erhalten und wolle diese aufnehmen, so Geschäftsführer Philipp Vassalli. «Das zugrunde liegende Planungssystem, welches die Busse in Echtzeit steuert, ist am Dienstag und am Mittwochvormittag während der Stosszeiten aufgrund Überlastung ausgefallen.» Das Problem sei in der Zwischenzeit behoben worden. Die Firma habe jedoch eine «Notfallmassnahme» beschlossen: Sie stellt nun jegliche Pläne ausgedruckt den Fahrern und Fahrerinnen zur Verfügung. Auch die Routenplanung sei angepasst worden.

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