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Very britishMy Home is my Renaissance-Schloss

Man muss nicht von hoher Geburt sein, um in einem Palast zu wohnen, hat sich Robert Burns wohl gesagt. Kurzerhand hat er sein bescheidenes Domizil in ein Schloss verwandelt.

von
mok

<i>(Quelle: AP Television, Kommentar: Debby Galka)</i>

Auf den ersten Blick unterscheidet sich Robert Burns' Haus im britischen Seebad Brighton in nichts von den Häusern seiner Nachbarn. Es ist ein ganz normales Gemeindehaus. Doch sobald man es betritt, wähnt man sich in einer anderen Zeit: Der 63-Jährige hat fast jedes Zimmer in jahrelanger Arbeit mit Wand- und Deckenbildern aus der Renaissancezeit geschmückt. Zwar fehlen die grossen Räume eines grossen Palastes, doch umso liebevoller ist die Detailtreue der Gemälde.

Liebe auf den ersten Blick

Begonnen hat alles vor acht Jahren mit einem Bildband über den Vatikan, den der 63-jährige Robert Burns auf einem Flohmarkt entdeckte – und der seine Leidenschaft für die Renaissance-Malerei weckte. «Ich hab mir die Bilder angeschaut und mir gesagt, das kann doch nicht so schwer sein», sagt der pensionierte Dekorationsmaler im Interview mit Sky News.

Er fing an, die Techniken der grossen Maler zu studieren, und lernte, sie zu kopieren. Vor allem Raffael, Correggio und Michelangelo haben es ihm angetan. Ihre Werke gibt es in fast jedem Zimmer zu entdecken. Als Hommage an die Sixtinische Kapelle im Vatikan sind auch die Decken meisterlich dekoriert.

Im Bad mit dem Papst

Der verrückte Maler und sein Haus waren natürlich bald Thema in der Nachbarschaft. Und auch seine Frau ist von der Arbeit ihres Mannes begeistert: «Es ist toll. Als würden wir in einem Herrschaftshaus leben», sagt sie gegenüber Sky News.

Ein letztes Zimmer hat der Autodidakt noch vor sich. Dafür hat sich Burns etwas Besonderes ausgedacht: Die Nachbildung des päpstlichen Badezimmers.

Wie halten Sie es mit der Innendekoration Ihres Zuhauses? Gehen Sie auch so weit? Dann erzählen Sie uns davon im Kommentar!

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