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MySpace sucht den nächsten Präsidenten

Das Online-Netzwerk MySpace und der amerikanische Reality-TV-Produzent Mark Burnett wollen einen unabhängigen US-Präsidentschaftskandidaten im Pop-Idol-Stil (»Deutschland sucht den Superstar») suchen.

Die Show soll Anfang kommenden Jahres starten, dem Sieger winkt ein Preisgeld von einer Million Dollar (740.000 Euro). Er muss den Gewinn aber allerdings tatsächlich für seine Kandidatur bei der Präsidentenwahl Ende 2008 einsetzen, wie MySpace und Burnett am Dienstag in Los Angeles mitteilten.

Die Kandidaten in der Show, für die bisher noch kein Fernseh-Netzwerk gefunden ist, sollen öffentliche Auftritte absolvieren, über die dann MySpace-Benutzer und Fernsehzuschauer in einem interaktiven «Rathaus» befinden sollen. Potenzielle Kandidaten sollen sich aber erst einmal mit einem Video für das Casting zur Show bewerben. Wer sich qualifiziert, bekommt ein Profil auf MySpace, das als Wahlkampfzentrale dienen soll.

Die Organisatoren hoffen, mit der Verknüpfung von Internet und Fernsehen vor allem junge Bürger für den politischen Prozess der Kandidatenkür zu interessieren. «Wir werden durch diese Fernsehserie und die Partnerschaft mit MySpace in ganz grossem Stil herausfinden, was Amerika wirklich denkt», sagte Burnett. «Es wird Fragen ans Licht bringen, die denen am nächsten liegen, die jetzt schliesslich eine Chance haben, gehört zu werden.» (dapd)

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