153 Länder betroffen: Mysteriöse Mac-Malware ist eine «ernstzunehmende Bedrohung»
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153 Länder betroffenMysteriöse Mac-Malware ist eine «ernstzunehmende Bedrohung»

Eine neuartige Schadsoftware für Apple-Computer gibt Sicherheitsforschenden Rätsel auf. Sie haben die Malware namens Silver Sparrow auf Macs in insgesamt 153 Ländern entdeckt.

von
Tobias Bolzern
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Die Malware Silver Sparrow hat Intel- und M1-Macs rund um die Welt infiziert. 

Die Malware Silver Sparrow hat Intel- und M1-Macs rund um die Welt infiziert.

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Insgesamt wurde die Malware auf 30’000 Computern in 153 Ländern nachgewiesen. 

Insgesamt wurde die Malware auf 30’000 Computern in 153 Ländern nachgewiesen.

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Silver Sparrow gibt den Sicherheitsforschenden Rätsel auf. 

Silver Sparrow gibt den Sicherheitsforschenden Rätsel auf.

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Darum gehts

  • Apple hat die M1-Macs im Herbst 2020 vorgestellt.

  • Jetzt stehen die Computer im Fokus von Hackern.

  • Sicherheitsforscher haben M1-Malware entdeckt.

  • Dies sei eine «ernstzunehmenden Bedrohung».

Der sogenannte Silver Sparrow (Silbersperling) sorgt in Sicherheitskreisen für Aufregung. Die IT-Experten haben die neuartige Schadsoftware nämlich auf Apple-Geräten in aller Welt entdeckt. Insgesamt taucht die Malware auf 30’000 Macs in insgesamt 153 Ländern auf. Hotspots sind die USA, Grossbritannien, Kanada, Frankreich und Deutschland. Betroffen sind sowohl Intel-Macs, wie auch Computer mit dem neuen M1-Prozessor, den Apple letzten Herbst vorgestellt hat.

Noch versuchen die Sicherhsitsforscherinnen und Sicherheitsforscher zu verstehen, was die Malware alles kann. Denn bisher ist Silver Sparrow vergleichbar mit einer Schläferzelle – also inaktiv. Einmal pro Stunde peilen die infizierten Macs aber einen Kontroll-Server an, um zu sehen, ob es Befehle gibt, die ausgeführt werden sollen. Die Schadsoftware könnte also in Aktion treten, sobald gewisse Bedingungen erfüllt sind. Welche Bedingungen das sind, ist nicht klar. Bisher gebe es jedoch keine Hinweise darauf, dass schädlicher Code an infizierte Macs geliefert wurde.

Kann sich selbst zerstören

Die mysteriöse Malware bereitet den Sicherheitsforschenden Sorge: «Mit der globalen Reichweite, der relativ hohen Infektionsrate und der operativen Reife stellt Silver Sparrow eine ernstzunehmende Bedrohung dar», heisst es im offiziellen Blog der Sicherheitsfirma Red Canary mit Sitz in den USA. Interessant sei auch, dass die Malware über einen Selbstzerstörungsmechanismus verfügt. Dies sei typisch für sogenannte High-Stealth-Operationen, heisst es im Fachmagazin Arstechnica.com.

Nach dem Bekanntwerden hat Apple reagiert. So wurden die Zertifikate der Entwickler-Accounts, die zum Signieren der Malware-Pakete genutzt wurden, entfernt. Damit wird verhindert, dass sich neue Macs mit der Schadsoftware infizieren, erklärt die Tech-Plattform Mashable.com. So kann Apple etwa mit dem sogenannten Notary Service Mac-Malware erkennen und blockieren. Software sollte zudem wenn immer möglich direkt aus dem Mac App Store bezogen werden.

Malware für Macs

«Es gibt ein weit verbreitetes Klischee, dass Apple-Computer weitgehend immun gegen Malware sind. Das stimmt so nicht», schreibt Theverge.com. Silver Sparrow ist die zweite Schadsoftware, die wenige Monate nach der Veröffentlichung von Apples M1-Chips entdeckt wurde. Im Februar 2021 hat Sicherheitsforscher Patrick Wardle die sogenannte Adware Gosearch22 aufgespürt.

Ursprünglich für Intel-Macs entwickelt, wurde die schädliche Software offenbar für M1-Macs aktualisiert. Gosearch22 ist bekannt dafür, aufdringliche Werbung anzuzeigen. Wenn diese angeklickt wird, werden unerwünschte Programme heruntergeladen.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

Deine Meinung

110 Kommentare
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BR empfiehlt

23.02.2021, 15:42

Wenn der Computer spinnt, empfiehlt der BR diesen ins Auto zu packen und 5x einen Berg oder hohen Hügel hinaufzufahren. Computer abe fahre und wieder ufe fahre hat schon immer geholfen 😂

Apfelmann

23.02.2021, 08:23

Apple der name ist das Programm oder. Sicherheit gegessen

Konservativ Sicher

23.02.2021, 03:36

Aufgrund der viralen Bedrohung wird empfohlen, max. 3 Mac computer pro office, diese mit jeweils 10 Meter Abstand zu halten und ab 16 Uhr bis 5 Uhr morgens den Computer ganz ausschalten. Sämtliche finanziellen Transaktionen oder Aufträge werden bis August 2022 komplett abgeschafft. Derzeit wird der Zusammenhang zwischen Malware, 5G und Politik untersucht