Aktualisiert 24.09.2014 09:44

Schweizweites Phänomen Mysteriöse Streifen am Morgenhimmel

Luftangriff oder Naturphänomen? Leser-Reporter aus der ganzen Schweiz wunderten sich am Mittwochmorgen über zwei Kondensstreifen, die am Himmel wie ein V aussahen.

von
som

Zwei rosa Streifen am Himmel brachten am frühen Mittwochmorgen wohl so manchen zum Staunen: Wie ein V verliefen sie am Horizont spitz ineinander - der Prime Tower in Zürich etwa sah aus, als hätte er zwei Hörner. Doch auch Leser-Reporter aus anderen Zürcher Gemeinden sowie den Kantonen Zug und Graubünden hielten das Phänomen fest.

«Ist das ein Luftangriff?», fragte sich ein Leser-Reporter. Ebenfalls wird bei solchen Kondensstreifen oft von Chemtrails geredet, die gemäss Verschwörungstheorien neben kondensierten Flugzeugabgasen noch weitere Chemikalien enthalten sollen (siehe Box).

«Vom Flugzeug gemachte Wolken»

Sarina Scheidegger, Meteorologin bei Meteonews, geht jedoch schwer davon aus, dass die Kondensstreifen von harmloser Natur sind: «Sie sind nichts anderes, als vom Flugzeug gemachte Wolken.» Wie lange ein Kondensstreifen zu sehen sei und wie er aussehe, hänge von der Feuchte und der Temperatur der Umgebungsluft ab. «Die Kondensstreifen vom Mittwochmorgen könnten zwei Flugzeuge auf verschiedener Höhe sein oder kurz nacheinander durchgeflogene Flugzeuge.»

Chemtrails sind laut einer Verschwörungstheorie Kondensstreifen, die neben kondensierten Flugzeugabgasen noch weitere Chemikalien enthalten sollen, die den Abgasen zugesetzt oder zusätzlich versprüht würden. Sie sollen sich gemäss Wikipedia von normalen Kondensstreifen durch ihre Langlebigkeit und flächige Ausbreitung unterscheiden. Die Ausbringung der Chemikalien soll unter anderem dem Geoengineering, der Bevölkerungsreduktion oder militärischen Zwecken dienen. Fachleute sehen in Chemtrails aber eine «reine Fiktion», für die es keine wissenschaftliche Belege gibt.

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