Ohne Bewilligung aufgestellt - Mysteriösem Gipfelkreuz in Rüttenen SO droht Entfernung
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Ohne Bewilligung aufgestelltMysteriösem Gipfelkreuz in Rüttenen SO droht Entfernung

Auf der Balmflue tauchte von heute auf morgen ein Gipfelkreuz auf. Die Gemeinde sucht den Erbauer sowie das Gespräch mit ihm.

von
Céline Meisel
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Auf dem «Balmfluehchöpfli» in Solothurn tauchte ein Gipfelkreuz auf.

Auf dem «Balmfluehchöpfli» in Solothurn tauchte ein Gipfelkreuz auf.

Bild: Eugen Bartholdi
Das Gipfelkreuz wurde – ohne die Besitzer zu informieren – aufgestellt. 

Das Gipfelkreuz wurde – ohne die Besitzer zu informieren – aufgestellt.

Die Person hat noch eine Woche Zeit, um sich zu melden. 

Die Person hat noch eine Woche Zeit, um sich zu melden.

Quelle: Google Maps

Darum gehts

  • Auf dem Balmfluehchöpfli wurde illegalerweise ein Kreuz aufgestellt.

  • Wer das Kreuz dort aufbaute, ist unbekannt.

  • Die Besitzerinnen und Besitzer des Landes wünschen sich eine Erklärung.

Für Eugen Bartholdi ist es der «Gipfel des Bünzlitums»: Nach einer Klettertour der Südgratverschneidung im Kanton genossen seine Partnerin und er die Aussicht, erfreuten sich am «nigelnagelneuen» Gipfelkreuz und sahen die Anschrift auf dem Kreuz. Diese verlautet, dass sich die Erbauerin oder der Erbauer des Kreuzes bis zum 6. August melden solle, sonst würde das Kreuz entfernt werden. «Wo sind wir hier?» fragt sich Bartholdi, «Hier hat sich jemand beim Bauen sehr viel Mühe gegeben und Zeit und Herzblut investiert».

Thomas Studer, der zuständige Revierförster, stimmt dem zu: «Das Kreuz wurde sehr professionell erbaut, das war keine Sache von zehn Minuten». Trotzdem wundert er sich. Die Balmflue ist als Beginn des Höhenwegs ein sehr symbolträchtiger Ort, an dem seit Jahrzehnten Menschen leben: «Hätten sich die Bewohnerinnen und Bewohner ein Kreuz gewünscht, wäre schon lange eines dort».

Studer wurde von den Besitzerinnen und Besitzern des Landes gebeten, das Gespräch mit der Erbauerin oder dem Erbauer zu suchen, denn: «Etwas auf privatem Grund aufzustellen, ist nicht der richtige Weg. Schon gar kein Kreuz, das ja eine gewisse Bedeutung hat». Ein Problem mit dem Kreuz als religiöses Zeichen haben die Anrainerinnen und Anrainer nicht, im Gegenteil: Im Gebiet entlang der Jura gebe es viele Kreuze. Normalerweise werde beim Aufstellen eines Kreuzes jedoch eine Zeremonie durchgeführt, sagt Studer.

Die Beteiligten hoffen auf ein klärendes Gespräch mit der Baumeisterin oder dem Baumeister: «Es geht nicht primär um das Kreuz, vor dem wir auch Respekt haben. Es geht darum, dass es auf Privatgrund erbaut wurde, ohne vorher zu fragen». Eine Busse würde die Person keine erhalten, die Gemeinde möchte das Kreuz auch ungern einfach so entfernen. «Wenn die Person ihr Anliegen rechtfertigen kann, hat das Kreuz durchaus eine Chance auf Erhalt.»

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